Elektronische Hypertexte zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie keinen eindeutigen Narrationspfad vorgeben, sondern ganze Netzwerke von Möglichkeiten anbieten. Raum und Zeit nehmen in Hyperfictions dabei wie in traditionellen Texten eine zentrale, erzählungskonstituierende Rolle ein. Während in vielen
Hyperfictions die Zeitdimension über die Hyperlinks
erstellt wird, generieren die Texteinheiten den fiktiven
Raum. Diese Raum- und Zeitdimensionen werden in
Hyperfiktionen und interaktiven Narrationen sowie in manchen
interaktiven Spielen über das Prinzip des Weges
verknüpft das heisst, der Topos des Pfads
verknüpft die Dimensionen zu einer Narration. Diese
narrative Verknüpfung muss aber meist vom Leser selbst
geleistet werden, der mitentscheidet und mittels
Anwählen einzelner Hyperlinks von Texteinheit zu
Texteinheit transportiert wird und somit eine Reise in einer
eigenen virtuellen Welt unternimmt. Der Leser handelt dabei
quasi als Agent, der sich eine Geschichte zusammensucht,
indem er subjektiv entscheidet und agiert. In der Arbeit
wird näher untersucht, wie diese vektorale Interaktion
zwischen dem Leser und dem Text vor sich geht und was daraus
entsteht. |