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"Wer
bin ich heute? Was werden wir morgen tun?" - so
lautete die an Immanuel Kant erinnernde thematische
Ausrichtung des InternetKunstPreises
2001, ein
Gemeinschaftswerk von Kulturamt der Stadt Chemnitz,
Institut für Print- und Medientechnik der
TU-Chemnitz und IG Metall Chemnitz, das am 1.
Dezember 2000 eröffnet, am 30.3.2001
geschlossen und am 22. 6. 2001 mit der Bekanntgabe
der Preisträger beendet wurde. Der Wettbewerb
zielte auf künstlerische Projekte, "die das
Internet als kommunikativen Raum für die
Auseinandersetzung mit Themen der Zukunft nutzen."
Wer Wettbewerbe thematisch und methodisch
festlegt, darf sich nicht wundern, wenn dann unter
den 97 Teilnehmern aus Ost- und Westeuropa, aus den
USA, Australien und Neuseeland (33 davon wurden von
der Vorjury nominiert) kein Preisträger
gefunden wird, der allen Kriterien entspricht. Dass
es v.a. an "internetspezifischer Interaktion"
mangelte, mag daran liegen, dass man die Neuen
Medien eben nicht aufs Internet reduzieren kann;
und letztlich ist ja auch das Netz mehr als das
Netz, denn wo es nicht um unmittelbare netztypische
Interaktionen wie Chats und MUDs geht, da wirkt das
Internet eben als Ersatz der CD-ROM: mit
schlechteren Übertragungs- aber besseren
Verteilungseigenschaften. So wurden die 8.000 Euro
schließlich geteilt und gingen an zwei
völlig verschiedene, aber gleichermaßen
problematische Werke, die im zusätzlichen
Volksentscheid keineswegs Furore
machten.
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