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Annette
Schindler, vormals Leiterin des Kunsthauses Glarus
und Exdirektorin des Swiss Institute New York,
leitet das September 2000 in Basel eröffnete
Forum für Neue Medien [plug
in],
dessen Ziel es ist, Netzkunst online zu
präsentieren und zugleich offline als ein
Begegnungs -und Vermittlungsort zu dienen. Damit
baut Basel wo 1995 der Schweizer Ableger von
The Thing gegründert wurde, wohin das
Medienfestival Viper von Luzern aus zuwanderte und
wo die Schule für Gestaltung, der Studiengang
elektronische Musik des Konservatoriums und
demnächst wohl auch der Studiengang des
neugegründeten Institut für
Medienwissenschaft der Universität Basel
für eine entsprechende Szene sorgt
seinen Ruf als führende Schweizer
Medienkulturstadt weiter aus. Eigentlich ein
paradoxer Vorgang angesichts des
Delokalisierungseffekts, für den die Neuen
Medien so bekannt sind. Aber auch das Internet wird
getragen von realen Personen, die an bestimmten
Orten leben und diskutieren, und selbst digitale
Produkte benötigen neben den Weiten des Netzes
offenbar einen konkreten Raum für die
Begegnung mit der Öffentlichkeit. Im Falle
[plug in] befindet sich dieser Raum
in priviligierter Lage gleich neben dem Museum
für Gegenwartskunst und erhält durch
Almodovar-Mitarbeiter Frederico Cambero aus
berufener Hand sein Design. Es scheint, die
Garage-Zeiten sind auch im Bereich der Netzkunst
vorbei. Ob das gut oder schlecht ist, wie das
[plug in]-Konzept konkret aussieht,
wie [plug in] seinen Gegenstand
umreißt und wie die Kuratierung von Netzkunst
im Hinblick auf Präsentation, Verkauf und
Archivierung aussieht, wollte Roberto Simanowski
von Annette Schindler wissen - und fiel dabei
gleich mit der Tür ins Haus.
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