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Thinking About www.game-culture.com
Game Culture macht es zunächst schwer festzustellen, nach welchen Maßstäben und Kriterien diese Site sinnvoll rezensiert werden kann. Erst ein Klick auf den zweiten Punkt der Hauptnavigation gibt Ziel und Intention der Site preis:
"a central information resource for academics, developers, gamers and others interested in the significance of computer games as a cultural phenomenon." Game Culture ist eine Ressourcensammlung, die Beiträge zu Computerspielen und zur Computerspiele-Kultur sammelt, ohne dass die Herausgeberin ernsthaft editorisch tätig wird. Die Herausgeberin Sue Morris sammelt was sie für "die besten" Beiträge in anderen Publikationen hält und gibt Interessenten gleichzeitig die Möglichkeit, eigene Titel anzumelden, die allerdings keinem Review-Prozess unterzogen werden. Dazu kommen Calls for Papers, Linklisten und eine Liste von Game Researchers, die allerdings weder sortiert noch verschlagwortet ist. Die Startseite von Game Culture enthält neben der Hauptnavigation, die natürlich schon einen gewissen Überblick über das Angebot darstellt, nur eine Liste mit "News", d.h. Abstracts und Links zu aktuellen und von Morris für "best" befundenen Texten zum Thema Computerspiele, aktuelle CFPs etc. Für den seltenen oder Erst-Besucher werden Ziel und Zweck dieser Site also nicht klar. Der Titel "Game Culture" erweckt nur vage Assoziationen: die Lebenswelt von Menschen, die spielen; die kulturwissenschaftliche Betrachtung von Spielen; Spiele als Kulturgut ... Der Untertitel "Thinking about computer games" grenzt zumindest das Genre ein. Aussagekräftiger wäre aber sicher ein Titel wie "Game Culture - The Resource Center for Computer Games Studies" - hiermit wären der Seitentyp, das Genre des Untersuchungsgegenstands und die akademische Ausrichtung der Site griffig benannt. Dabei ist es durchaus üblich, die neuesten Beiträge einer Informations-Site auf der Startseite herauszustellen. Für Stammgäste bietet die Indexseite von Game Culture mit ihrer Beschränkung auf die News wahrscheinlich auch genau das, was sie bei jedem Besuch als erstes sehen möchten: die letzten Neuigkeiten. Generell sollte eine Startseite jedoch die Site positionieren, neuen Besuchern das Angebot nahe bringen und für wiederkehrende Besucher Neues bieten. Mit einem ökonomischeren Layout und einigen Überlegungen zur Datenerfassung ließe sich dies problemlos bewerkstelligen. |