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Genettes Modus der Ordnung
  Traudl Bünger
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Abschließend möchte ich ein drittes Modell vorstellen, das die strukturellen Probleme bei der Verknüpfung von Regelspiel und Narration bewältigt und zwar auf eine, wie ich behaupten möchte, gelungenere Weise als die beiden eben erwähnten. Es handelt sich um die Adaption RONJA RÄUBERTOCHTER (2000). [5] Auffällig ist bei dieser Produktion, dass sie die divergenten Prinzipien beider Medien, Spiel und Geschichte, vereint: Sie erzählt eine Geschichte, wahrt deren Ordnung und ermöglicht den Rezipierenden freies Bewegen.

In RONJA RÄUBERTOCHTER können drei Spiel- bzw. Narrationsmodi unterschieden werden. Rein narrativ ausgerichtet sind die Cut-Scenes, hier werden die komplexen Erzählinhalte präsentiert. Daneben gibt es Phasen, die rein ludischen Charakter haben, zumeist Geschicklichkeitsspiele. In einem dritten Modus ist im Stil des Adventures spielerisch-freies Bewegen durch den Spielraum möglich, und es werden Erzählinhalte präsentiert. Der Umgang mit der Kategorie Ordnung innerhalb dieser drei Typen ist unproblematisch: in den Cut-Scenes liegt eine Ordnung im Sinne Genettes vor, in den reinen Spielphasen existiert sie nicht, und in den Mischformen werden grobe Fehler in der Ordnung vermieden, es kann aber zu Unstimmigkeiten kommen, wie z.B. dass eine Person immer wieder den gleichen Satz wiederholt.



Ronjas Geburt als Cut-Scene



Geschicklichkeitsspiel im Mattiswald


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