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Das
Buch "Formen interaktiver Medienkunst" (hg. v. von
Peter Gendolla, Norbert M. Schmitz, Irmela
Schneider und Peter M. Spangenberg) gehört
gewiss zu jenen Sammelbänden zur
Medientheorie, die eine längere Haltbarkeit
beanspruchen dürfen. Mehr als 400 Seiten
diskutieren Geschichte, Tendenzen und Utopien
aktueller Medienkunst und -kultur, die
beigefügte CD-ROM ergänzt die
Beiträge und ermöglicht gesonderte
Lektüren zu den versammelten
Künstlerinnen und Künstlern. Der Fokus
auf Interaktivität - statt auf
Intermedialität oder Hybridkultur - scheint
etwas voreilig das soziologische
Erklärungsmuster der Medienanalysen in den
Vordergund zu schieben und in der Folge den
Geltungsanspruch soziologischer Theorien (Norbert
Elias, Max Weber, Niklas Luhmann) auch für die
Medienwissenschaft als verbindliche Norm zu
universalisieren. Dies gelingt keinesfalls immer;
die theoretischen Texte und Fallanalysen, die sich
des bisweilen bloss polemisch vorgetragenen
Theorie-Streits' enthalten, sind die
besseren.
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