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Neueste
älteste Leiden Werthers
Die mit diesem Titel
angekündigten Leiden können mit den ältesten
begonnen werden, beispielsweise mit denen des Ritters von
der traurigen Gestalt aus der Mancha. Um das Jahr 1600
bezweifelt in Cervantes' Roman Sancho die Existenz der
holden Dulcinea, der hohen Minne Don Quijotes. Dieser gibt
ihm daraufhin die rechte Antwort.
"Sonach, Sancho, wozu ich
Dulcinea lieb habe, dazu ist sie mir soviel wert wie die
erhabenste Prinzessin auf Erden. So ist's, und nicht alle
Poeten, welche eine Geliebte unter einem Namen besitzen, den
sie ihr nach Belieben beilegen, haben eine solche in
Wirklichkeit. ...Und so genügt es mir, dass ich denke
und glaube, die treffliche Aldonza Lorenzo sei schön
und sittig, und was ihren Stammbaum betrifft, das tut wenig
zur Sache: ...Denn du musst wissen, Sancho, wenn du es nicht
schon weißt: zwei Dinge allein vor allen bewegen das
Herz zur Liebe, nämlich große Schönheit und
guter Ruf, und beides findet sich in höchstem Grade bei
Dulcinea; ...ich male sie mir in meinem Geiste, wie ich sie
mir wünsche, ebenso an Schönheit wie an
Vornehmheit; und ihr kommt Helena nicht nahe noch reicht
Lucrezia an sie heran..." (Miguel de Cervantes Saavedra. Der
sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha. dt. Ludwig
Braunfels. München: Winkler 1973, S.237)
Wir alle wissen, wie solche
Einbildung endet. Sancho versucht Don Quijote durch die
Konfrontation mit einer
gräßlich-häßlichen Bäuerin zu
'heilen', also seine Einbildung zu 'entzaubern'. Er
scheitert aber schmälich an Don Quijotes Phantasie, an
dessen Imaginationssystem ist einfach nicht zu rütteln.
Don Quijote starrt auf die abstoßende Realität,
ein kurzes Nachdenken, nun, dann muss diese halt verzaubert
sein.
"Sancho, was bedünket
dich, wie verhasst ich den Zauberern bin? Und sieh, wie weit
sich ihre Bosheit erstreckt und die Feindseligkeit, die sie
gegen mich hegen, da sie mich der Freude berauben wollten,
die es mir bereitet hätte, meine Gebieterin in ihrer
wahren Wesenheit zu erschauen. In der Tat, ich bin geboren,
um das Vorbild aller vom Glück Verlassenen zu sein,
Zielpunkt und Schießscheibe für alle Pfeile des
Mißgeschicks." (a.a.O., S.617f.)
An der Bedeutung oder
Funktion dieser unerschütterlichen Einbildungskraft
für das allgemeine Thema des Symposions soll hier
festgehalten werden. Wenn also von 'Leiden' die Rede ist -
vom Fieber etwa, in dem der junge Werther verbrennt, in das
sein Buch seine Leser versetzt, und das jetzt vom Modem
ersetzt werden soll - dann ist damit doch wohl ein
bestimmtes Spiel der Phantasie am Kreuzungspunkt von
(Außen-)Wahrnehmung und (Innen-)Konzept gemeint, ein
Schnittpunkt, an dem diese beiden Dinge nicht
übereinstimmen. Eben an der Auflösung dieser
Spannung, Reibung, Nichtentsprechung arbeitet Don Quijotes
Phantasie, darin besteht ihr Leiden. Nicht allein seines.Wir
Leserinnen oder Leser etwa weinen oder lachen über ihn,
weil wir ja eben so vollkommen verrückt wie er auf
etwas starren und darin sehen, was da einfach, jedenfalls so
einfach nicht ist: Ritterheere statt banaler
Windmühlen, schöne Frauen statt
häßlicher Bäuerinnen, dünne oder dicke
Männer, das Leben Don Quijotes eben statt der
dünnen oder dicken Buchstaben auf dem
Papier.
Wenn wir mit Marshall
McLuhan den Menschen als "Fortpflanzungsorgan der Welt der
Technik" darstellen
- er formuliert das
anläßlich der Entwicklung des Buchdrucks und
des damit verbundenen Bewußtseins für einen
Begriff des Unendlichen: "Erst als der Buchdruck das
Sehvermögen zur sehr großen Genauigkeit,
Einheitlichkeit und Intensität einer spezialisierten
Ordnung erweitert hatte, konnten die anderen Sinne
hinreichend eingeschränkt und unterdrückt
werden, um erst den Begriff Unendlich bewußt werden
zu lassen. Als ein Aspekt der Perspektive und der Schrift
dient der Begriff der mathematischen und numerischen
Unendlichkeit als Beispiel, um zu zeigen, wie unsere
verschiedenen Ausweitungen oder Medien einender durch das
Wirken unserer Sinne beeinflussen. So erscheint der
Mensch als Fortpflanzungsorgan der Welt der Technik,..."
Marshall McLuhan. Die magischen Kanäle.
Understanding Media, dt. Meinrad Amann. Frankfurt/M.:
Fischer Bücherei 1970, S.119)
d.h. also
- der Mensch stellt es,
dieses Fortpflanzungsorgan, d.h. sich in immer neuen
Inszenierungen vor, und
- er bildet es selbst, er
ist dieses Organ, über das Technik sich
fortpflanzt,
dann könnte man den
Weg, auf dem der Schriftstellermensch die Schrift, also die
Technik der Erzeugung, Übermittlung und Aufbewahrung
von Kommunikationen 'stellt' oder fortpflanzt, vielleicht
mit einem umgekehrten und etwas variierten Derrida als
Weg
"Von der Differenz zur
Anbahnung"
beschreiben.
Manche werden sich wohl noch
an den Klassiker der Dekonstruktion "Die Schrift und die
Differenz" erinnern, zumindest an den zentralen Abschnitt
über "Freud und der Schauplatz der Schrift". Hier
rekonstruiert Derrida Freuds Versuche, die Seelenarbeit oder
den psychischen Apparat zu beschreiben, als Weg von der
"Bahnung" zur "Differenz".
Freud - und mit ihm Derrida
- nutzt drei Modelle:
erstens ein
neurologisches, dem Forschungsstand der damaligen
Zeit entsprechend, das die Psyche als Zusammensetzung
sog. "Wahrnehmungs-" und "Gedächtnisneuronen"
vorstellt, welche Wahrnehmungsspuren, sogenannte Engramme
aufschreiben und festhalten
zweitens einen
optischen Apparat, das Seh- oder Fernrohr, in dem
die Wahrnehmungen als eine Art Strahlen eingefangen und
gebrochen werden (mit dem Problem, wie dann wo
'gespeichert' wird), und
drittens eine kleine
Schreibapparatur, den sog. 'Wunderblock', der es
endlich erlaubt, sowohl die frischen, immer neuen
Eindrücke wie auch das Festhalten dieser
Eindrücke, die Dauerspuren des Gedächtnisses,
eben den 'Speicher' zu konzipieren.
Derrida stellt nun die drei
Modelle nicht als Metaphern, bloße Bilder für
etwas in Frage. Apriori sind Psyche, Technik und Text in
einem Prozeß amalgamiert. Seine Fragen lauten
somit:
"Nicht, ob das
Psychische tatsächlich eine Art von Text ist, ,
sondern was ein Text ist und was das Psychische sein
muss, um vermittels eines Textes dargestellt werden zu
können. Denn wenn es weder Maschine noch Text ohne
psychischen Ursprung gibt, dann gibt es keine textlose
Psyche. Welcher Art muss schließlich das
Verhältnis zwischen dem Psychischen, der Schrift und
der Verräumlichung sein, damit ein solcher
metaphorischer Durchgang möglich wird; und das nicht
nur in erster Linie im Innern eines theoretischen
Diskurses, sondern in der Geschichte des Psychischen, des
Textes und der Technik?" (Jacques Derrida. Die Schrift
und die Differenz. dt. Rodolphe Gasché.
Frankfurt/M.: Suhrkamp 1972, S.306)
Hier soll ebenfalls nicht
von oder über etwas 'bloß Metaphorisches' geredet
werden, sowieso eine abwertende Redewendung, die der "Macht
der Metapher" (Gerhard Gamm) in keiner Weise gerecht wird.
Vielmehr werden Psyche, Texte und Apparate oder Maschinen
als untrennbar in- oder miteinander prozessierend behandelt.
D.h. Texte - das, was wir lesen und schreiben können -
werden im obigen Sinne verstanden als jene genannten
Kreuzungspunkte oder Schnittstellen von äußeren
Wahrnehmungen durch sensorische Maschinen mit den inneren
Konzepten der sogenannten Psyche. An diesen Schnittstellen
werden deren Nichtübereinstimmung, ihre Konflikte oder
Reibungen, eben als "Leiden", als Lust oder Schmerz oder
beides artikuliert. Wortwörtlich werden hier die
Empfindungen in differenzierbare Abschnitte geteilt, in
Artikel gebracht, das heißt genau in eine Schrift, in
eine Buchstaben-, Bilder-, eine Zeichenreihe.
Das
Fernrohr
Man kann das mittlere der
genannten Modelle nehmen, die Sehmaschine oder das Fernrohr,
um daran zwei Qualitäten der anderen abzusetzen und
ihren Übergang deutlicher zu machen. Das
4.Vorkapitel - insgesamt
gibt es davon sechs, plus den umfangreichen "Anhang der
ernsten Ausschweifungen für Leserinnen"
von Jean Pauls letztem,
Fragment gebliebenen Roman "Der Komet" -, überschrieben
"Liebschaften aus der Ferne nebst dem Prinzessinenraub",
beginnt mit folgender Urszene:
"Bis auf diese
Zeile wurde mit keiner der Liebe des Helden gedacht, und
die Welt wartet noch auf das erste Wort davon; - und das
soll auch kommen - denn ob wir alle gleich in den Zeiten
der Vorkapitel leben, wo die Helden nirgends zum
Vorschein kommen als im Hintergrunde: so wieß doch
jeder Leser, was Liebe ist, nämlich der hebende
Sauerteig der Jugend - die Bienekönigin des
jugendlichen Gedankenschwarms (...) Auch brauchte
Nikolaus nicht erst auf die Zufuhr zu warten, welche
etwan die oben gedachten Wagen voll Prinzessinnen in
seinem Herzen auszuladen hatten, um es zu füllen.
Wahrhaftig, es stand nie lehr, und er liebte
hinlänglich; nur wußt' es keine Geliebte, denn
er betete jede Dulzinea immer in solcher Ferne an und
hielt ihr in so tiefem Hintergrunde auf den Knien sich
als personifizierten Liebhaber hin, dass keine etwas
erwidern konnte, die nicht ein Sehrohr der Blicke und ein
Hörrohr der Seufzer in der Tasche hatte. (...) Ja er
hatte sogar einmal (verwegen genug) seine Liebe einer
himmlischen jungen Freiin von ....innerlich erklärt
und sich kein Bedenken daraus gemacht, sie jeden Morgen
während ihrer Sing- und Klavierstunden zu sehen,
indem er auf den Turm stieg, und aus dem Schalloch heraus
solche mit einem schlechten Fernglase aus ihrer Stube zu
sich hinan- und hinaufzog."(Jean Paul. Der Komet oder
Nikolaus Marggraf. in: Werke in zwölf Bänden.
hrsg. v. Norbert Miller. München: Hanser 1975,
Bd.11, S.625f.)
Man bemerkt leicht, dass es
sich um einen weiteren Don Quijote handelt. Wieder lesen wir
von einem, der auszieht, sich die anderen so zurecht zu
machen, dass er sie zu sich hinan und hinauf zu ziehen
vermag, und das Fürchten dabei jedenfalls nicht lernt.
Es handelt sich eben nur um eine einfache, triviale
Sehmaschine, ein schlechtes Fernglas, das die Distanz
zwischen der Seele und dem Objekt ihrer Begierde erst
herstellt und dann festhält, das eine Projektion, eine
Übermittlung erlaubt und fixiert, einen Entwurf und
seine Speicherung. Wir Leserinnen/Leser freuen uns und
lachen, wir halten eben dieses schlechte Fernglas, das Jean
Paulsche Fragment in Händen und schauen aus sicherer
Distanz durch die Buchstaben hindurch auf einen Entwurf von
uns.
Wunderblock
"Der Wunderblock
ist eine in einem Papierrand gefasste Tafel aus
dunkelbräunlicher Harz- oder Wachsmasse, über
welche ein dünnes, durchscheinendes Blatt gelegt
ist, am oberen Ende der Wachstafel fest haftend, am
unteren ihr frei anliegend. Dieses Blatt ist der
interesantere Teil des kleinen Apparates. Es besteht
selbst aus zwei Schichten, die außer an den beiden
queren Rändern voneinander abgehoben werden
können. Die obere Schicht ist eine durchsichtige
Zelluloidplatte, die untere ein dünnes, also
durchscheinendes Wachspapier." (Sigmund Freud. Notiz
über den 'Wunderblock'. in: Gesammelte Werke.hrsg.v.
Alexander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey?.
Frankfurt/M.: Fischer 1975, Bd.14, S.5. Bei Derrida
a.a.O.,S.339)
Man erinnert sich der
wunderbaren Möglichkeiten, die der Apparat bei Freud
bereitstellt, nämlich "das unerklärliche
Phänomen des Bewusstseins" zu erklären. Es
"entstehe im Wahrnehmungssystem an Stelle der
Dauerspuren"(Freud, a.a.O.S.4f.), im Moment des Abhebens,
Auflegens und Neubeschreibens der oberen Schicht auf der
unteren, als "Aufleuchten und Vergehen des Bewusstseins bei
der Wahrnehmung"(S.7), also bei der Überkreuzung der
Dauerspuren mit den neuen akuten Eindrücken, ideales
Modell der Differenz:
Differenz des
Bewusstseins zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis bei
Freud
Differenz der Schrift zwischen Speichern und
Übermittlung bei Derrida.
Ohne auf die weitere
Schriftmetaphysik einzugehen - die Schrift als "Beziehung
von Leben und Tod, von Präsenz und
Repräsentation"(Derrida, S.347) -, können wir doch
eine nicht unwichtige Differenz hier hinzufügen,
nämlich die Differenz
des Buchs, in oder an dessen Blättern das Bewusstsein
aufleuchtet, wenn seine Schrift gelesen wird. Nicht
irgendeine Schrift, vielmehr die Geschichte ihrer Entstehung
durch die Herstellung eines Wunderblocks, des Buchs, von der
Entstehung des Bewusstseins durch Bücher, durch den
Don Quijote, den Werther, den Kometen
Nikolaus Marggraf, Madame Bovary...
Im 20.Jhdt. wird solche
gebrochene Autopoiesis zum Programm ganzer Schulen, den
seriellen Texten des Nouveau Roman etwa, sie treibt den
"Schatten des Körpers des Kutschers" (1960) v. Peter
Weiss, die "Innenwelt der Außenwelt der
Innenwelt"(1969) Peter Handkes, auch noch Wolf Wondratscheks
"Bauer(n)", der "mit der Bäuerin einen Bauernjungen
zeugt, der unbedingt Knecht werden will."(1970)
Das Buch bildet keine
einfache Maschine mehr, jedes Abheben des Blattes und
Auflegen auf das zurückliegende läßt
tausendundeine anderer Geschichten durchscheinen, und
beleuchtet wird dabei immer eines: die Differenz zwischen
den schwarzen Buchstabenreihen auf dem weißen Papier
zu den 'lebendigen Vorstellungen' dahinter, zu unserer
Phantasie.
Anbahnung
Bereits Jean Paul hattte
seine Texte als eine Art Hypertext gebaut: vielfache Ab- und
Ausschweifungen, Fußnoten und Einschübe,
ständige Digressionen wie bei Lawrence Sterne,
Geschichten in der Geschichte...
Nur: In Büchern
verlaufen diese weiter ganz ordentlich von Blatt zu Blatt,
und so lesen wir alles dann auch. Wer - ausgenommen
vielleicht die Literaturwissenschaftler - liest den
tatsächlich vor und zurück, mal hier und dann da?
Möglicherweise mal eine Stelle, zur Absicherung einer
Erinnerung vielleicht.
Das Leiden, der erregende
Widerspruch zwischen Wahrnehmung und Einbildung wird dabei
allerdings stärker. Die Einbildung gibt sich immer
weniger mit dem bösen Schein der Zauberer zufrieden,
sie sucht ihn selbst immer effektiver zu bearbeiten. Don
Quijote dreht sich angesichts einer hässlichen
Außenwelt, für ihn nur das durchsichtige Spiel
der Zauberer gegen seine idealen Vorstellungen, noch
resigniert um und geht. Bei "der Stelle eines lieben Buches"
treffen Werther und Lottens Herz "in einem zusammen".(Johann
Wolfgang Goethe. Die Leiden des jungen Werther. hrsg.v.
Erich Trunz. München: Deutscher Taschenbuch Verlag
1978, S.75)
Es genügt vollkommen,
dass sie "Klopstock" sagt, um beide in einem "Strome von
Empfindungen"(S.27) versinken zu lassen - eine Quelle
großer Heiterkeit für uns Nachgeborene - für
Werther allerdings, Emma Bovary, einige andere noch Ursache
oder letzter Auslöser des Suicids, wo nun einmal die
lieben Bücher und das banale Leben einfach nicht zur
Übereinstimung zu bringen sind.
Allerdings gibt es - im Zuge
des laufenden Verrats der Literatur gegenüber ihrem
bisherigen getreuen Medium, dem Buch, also mit ihrem
sukzessiven Auszug aus diesem trauten Heim und der
Übersiedelung in die fremde Welt elektromagnetischer
Ladungen und lichtgeschwinder Übertragungen, sprich in
die vollkommen promiskuitiven Verhältnisse der Rechner
und ihrer Vernetzungen - erste
Annäherungen. Hier gibt es endgültig nicht mehr
ein einziges Fortpflanzungsorgan der Kommunikationstechnik,
den Schriftsteller oder Autor, der sie, die Literatur, in
die Welt stellt und darunter leidet, dass sie kein
wirkliches Leben annehmen will. Hier schreiben
möglicherweise gleich mehrere - Menschen, Männer,
Frauen, Maschinen? Die Unsicherheit über die neuen
Briefsteller ist am Anwachsen - den Text, und
(zusammen-)gestellt wird er auch noch mehr oder weniger
automatisch von Programmen, die zu allem Überfluss noch
Bilder oder gar Töne dazwischenwerfen, die vom Lesen
der Buchstabenreihen weg ins Sehen und Hören der
ungewohnten Kombinationen führen. Als Beispiel mag
Susanne Berkenhegers Hyperfiction "Zeit
für die Bombe"
dienen, vor allem, weil sie recht deutlich obigen
Widerspruch, unser Leiden fortsetzt, aber im skizzierten
Sinne auch transformiert, aus den Büchern heraus auf
die Abwege des neuen Mediums führt. Dabei sollen Thomas
Kamphusmann folgend keine Lesestränge
herauspräpariert werden,
" Erst mit dem
Herauspräparieren derartiger Lesestränge - die
in diesem Fall eine Reihe klischeehafter motivischer
Elemente und zusammengenommen eine ebenfalls
klischeehafte Opposition von Liebe und Wahnsinn
aktualisieren - ist die materiale Basis für eine
Segmentierung gegeben, die örtlich, motivisch,
inhaltlich oder nach anderen Kriterien in oppositionelle
Beziehungen gesetzt werden können - ungeachtet der
im vorliegenden Fall geringen Ergiebigkeit der
Analyse."(Thomas Kamphusmann. Literatur auf dem Rechner.
Stuttgart/Weimar: Metzler 2002, S.180)
In diesem Text als
Text, die Buchstabenreihen ablesend, bekommt der
Leser/die Leserin im Dreieck Veronika/Vladimir/Iwan wohl
Realisierungsangebote für seine Phantasien, die weit
über die Lotte/Werther/Albert-Konstellation hinausgehen
und ihren magischen 'Klopstock' hinausgehen:
"Das konnte
Vladimir nicht überhören. Tausend
Sägeblätter zerkleinerten die Luft - Veronika
hatte geläutet. Der Türöffner befahl:
Drück mich!' Genauso würde Veronika auch gleich
dastehen. Stehen? Das wohl kaum. Geflogen kam sie - in
hohem Bogen und in einer Wolke von Glück und
Schweiß. Vladimir, der schon auf vielen
abgetretenen Rasen im Tor gestanden hatte, versuchte
redlich das jauchzende, fliegende Bündel zu fangen
(...)
Eine Gabel sprang salto
rückwärts auf den Boden, als die nackte
Reiterin sich schließlich auf ihn setzte. Veronika
war wieder da."
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oder
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hott?
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raus?
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den
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Schwanz
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Ihr
wollt also wissen, wie es die vorigen Male mit
Veronika war? Würdet mehr erfahren von ihren
ungestümen Schlachten? t Ihr das wirklich
wissen? Wollt Ihr wirklich sehen, wie Veronika ihr
Lächeln senkrecht stellte, als sie - richtig
heiß war es damals in Moskau us gegen einen
hohen Russen gepreßt wurde, der Vladimir
hieß. imir gefiel das und Veronika
schämte sich ein bißchen. Sie hätte
den Mann niemals wiedergesehen, wenn er sie nicht
um einen Transport gebeten hätte:
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Ein
halbes Jahr später...
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Jetzt
laß mal die Bombe sehen', flüsterte
Vladimir Veronika in den feuc t n Nacken, weil er
dort - unterm schwarzen Haargestrüpp - ein
offenes Ohr vermutete. ls' im Koffer... ', murmelte
die soeben noch geliebte und jetzt schon wieder
abgelegte Frau ins Kopfkissen." -
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(entsprechende
"dollar"knoten aus url einfügen)
Aber nicht solche Anregung
sondern das "Drück mich!" hier ist wohl wichtiger, an
einer der nicht bloß semantisch ausgezeichneten
Stellen, da, wo der Text etwas mehr ist, wo er eben
Hypertext ist und sagt, "Drück mich, ich bin ein
Link!". Nach Kamphusmann sind das die winzigen aber
wesentlichen durchscheinenden Stellen oder Interfaces,
Berührungsstellen, die über das Augeninterface des
Buches und seine Auslösungen imaginärer Prozesse
hinausgehen, die die Kooperation von LeserIn und Text
über solche Linkmaschine laufend erlauben. Sie erst
transformieren den endlichen (Buch-)Text in den tendenziell
unendlichen (Hyper)Text und machen den Leser zum direkten
Auslöser - nein, eben nicht primär seiner
Phantasieverläufe sondern eben - der Textverläufe,
vieler verschiedener Textverläufe,
Text-Bildverläufe.
Was sich hier anbahnt - der
Durch- oder Übergang des Lesens - wieder nein, nicht
ins Schreiben, da bliebe obige Distanz oder Differenz zur
(trivialen oder komplexen) Wahrnehmungsmaschine gewahrt -
vielmehr ins direkte Codieren, ins Übersetzen einer
energetischen, materiellen und/oder signifikanten Reihe in
eine andere durch die direkte Koppelung von
Wahrnehmungsprozess, Körpersensorik und -aktion und
Wahrnehmungsmaschine oder Maschinen, das Zusammenspiel von
Augen-Monitor und Finger-Tastatur mit dem Rechner, die
Kontaktaufnahme zwischen Bewusstsein, Prozessieren und
Speichern - das ist am ehesten am Schluss, d.h. an den
"metanarrativen Schlussankündigungen"(Kamphusmann) von
"Zeit für die Bombe" abzulesen - wortwörtlich
ab-zulesen, vom Text zur Aktion wegzulesen.
"Der
glückliche Iwan wurde vor Veronikas Augen in tausend
Schmerzen zerrissen. (...) Das Ende? Veronika erwachte
nie wieder. Sie träumte nur mehr von jener Zeit in
Moskau, die sie nicht verstand, die wie ein Igel
zusammengeschnurrt war. An der trügerisch festen
Leine der Taxometer, erlebte Veronika die letzten Tage
ihres Bewußtseins wieder und wieder - nur jedesmal
anders und immer fehlte ihr die Hälfte. ' Wie hing
das nur alles zusammen?' wollte sie wissen. Immer wieder
explodierte in ihren Komaträumen das Ende der
Geschichte und sie dachte dann: 'Das gibst doch nicht!' -
und begann die Suche nach verstreuten roten Fetzen
nochmal von vorn." (url bei 63Dollar 77 Dollar
einfügen)
Das ist eben kein
'richtiger' Schluss, es ist wieder nur ein 'dichter' Link,
Absprungspunkt für die "Rückkehr" wieder in ein
"halbes Bewusstsein", eine halbierte Geschichte. Das andere,
die andere Hälfte ist "Drück mich", "Klick mich",
es könnte etwas ganz anderes passieren...
Auf die Anbahnung hat diese
Überlegungen Uwe Wirth mit seinem "Schwatzhaften
Schriftverkehr"
gebracht, der das dieser Dokumentation vorausliegende
Treffen in Romanmôtier wohl angebahnt hat. (Uwe Wirth.
Chatten im Zeitalter des Modemfiebers", in: Stefan
Münker, Alexander Roesler (Hg.). Praxis Internet.
Frankfurt/M.:Suhrkamp 2002) Hier
bestimmt er das Chatten im Unterschied zum Briefeschreiben,
das Freundschaften erhält - bei der Liebe sind Zweifel
angebracht, siehe Kafkas "Schriftverkehr" -, als eine
Kommunikationsform, die Freundschaften anbahnt, und begreift
den Nickname im Chat als ersten "indexikalischem
Strohhalm"(Sassen), der erlaubt, einen Anderen etwas zu
erkunden, "mit dem man noch nicht in Kontakt getreten
ist"(Wirth, a.a.O., S.218).
Mag sein. So haben aber
Augenzwinkern, geheime Zettel unter der Schulbank, Briefe an
wen wo immer Gesehene etc. doch schon lange funktioniert,
das trifft wohl nicht die entscheidende Transformation
dieser bekannten Kommunikationen in rechnergestützten
vernetzten Kommunikationsprozessen. Sie mag sich eventuell
auch gar nicht im Chat abspielen, da gibts hin und wieder
sogar Redeverbot
"5.Jun.2002,
12:57
Ich sage euch liebt euren
nächsten und euch selbst und trinkt soviel ihr
könnt denn ihr seid richtig cool!!!
3.Jun.2002,
15:44
Hi Frank, Claudio und
alle andern! Mich würde das jetzt echt mal
interessieren ob der gigi nun kommt oder was!?
3.Jun.2002,
8:07
ja gerne@urlaubschef will
trinken!!!!!!!!!!!!!
3.Jun.2002,
8:07
Haltet doch endlich eure
versauten Münder!!!"
<http://www.badenmedia.de/flirtin/gb.asp>
Eher findet sie auf oder mit
jener "Frankenstein"-CD-ROM statt, die dem Spieler/der
Spielerin erlaubt, sich sein Monster nach Wunsch
zusammenzusetzen - Glied für Glied, Auge um Auge
(http://www.geocities.com/Hollywood/Boulevard/3944/frankenstein.html)
Hier wird die etymologische Bedeutung des Monsters - das
Wort leitet sich ab vom lat. monstrare: zeigen, sich sich
selbst zu zeigen, sich im Monster zu zeigen, eben wie lange
gesagt Fortpflanzungsorgan von Technik zu sein.
Der diesjährige
Preisträger des Klagenfurter I.Bachmann-Preises Peter
Glaser hat - etwas weniger Rocky-Horror-mäßig -
etwas näher an unseren literarischen Liebesdiskursen,
diese Transformation als Chat mit der Maschine dargestellt.
Seine Dulcinea heißt Rosa, sein Minnelied wird von POE
(Poesie-Erzeugungs-Maschine) geschrieben. Die Liebesdiskurse
hören nie auf, sie wechseln nur ihre PartnerInnen, eben
genau so, wie die Literatur ihre Medien.
"Online zu sein ist
eine Lebensart. Man läßt bei der
Morgentoilette die Bade- zimmertür offen und den
Modemlautsprecher aufgedreht, um sofort zu hören,
wenn ein angewählter Rechner einen Trägerton
schickt. Plötzlich hat man Be- kannte, die FRIMP,
PAPPNASE, W.C.S. oder JUDAS heißen. Ich nenne mich
POETRONIC, kurz POE, nach dem Dateinamen eines kleinen
Basic-Programms, das ich mal vor Jahren geschrieben habe
und das automatisch schlechte Gedichte erzeugt. ROSA hat
sich nach ihrer Katze benannt (und die Katze nach Rosa
Luxemburg); aber ich greife vor. (...)
Nach der Liebe ist das
Licht die wunderbarste Zärtlichkeit der Welt. Licht
berührt alles. Licht und Geist sind einander nah.
Für mich war es eine Wohltat, von der
Schreibmaschine auf den Rechner zu wechseln. Der Schrift-
steller, seit jeher hart am Rand des Stofflichen
tätig, rückt mit dem Schreiben am Computer
seiner Bestimmung ein gutes Stück näher. Jetzt
ist das Licht meine Tinte. (...)
Das System, in dem ich
ROSA kennengelernt habe, heißt Tornado (heute TECS
- Tornado Electronic Communications System). Vor zehn
Jahren, im Dezember 1984, ging die Tornado als eine der
ersten deutschen Mailboxen online. Die Software war von
Sysop Thomas Schewe in Basic handgesägt und lief auf
einem Sirius-1 mit 10 Megabyte Festplattenkapazität.
Schewe hatte von seinem Vater einen Wollgroßhandel
übernommen und konnte sich einen derartigen
Riesenrechner leisten. Der Name der Mailbox stammt
übrigens von einer Hose, welche die Firma in den
Siebziger Jahren produziert hat: Tornado- Jeans. Im
Herbst 1987 wechselte Schewe auf einen besseren Rechner,
schloß acht Telefonports an und schrieb ein
Konferenzprogramm, das Forum. (...)
Während Neulinge
gewöhnlich einem Humorhärtetest ("User
versenken") unterzogen wurden, sorgte ich dafür,
daß man ROSA mit Artigkeit begegnete. Junge
Männer, die zwei Stunden einem freien Port
hinterhergewählt hatten, stürzten sich
ritterlich zurück hinaus in die kalte Welt der
Besetzzeichen, wenn es hieß: "ROSA will
rein."
Der Wonnemonat Mai. Bis
fünf Uhr früh streifte nun der Cursor jede
Nacht wie eine kleine Textspachtel die Worte über
den Schirm. Jeden Tag um Neun mußte ROSA, nach drei
Stunden Schlaf, zur Arbeit, was unsere ungeteilte
Bewunderung erregte.
Wir verliebten uns
ineinander. Die Liebe ist wunderbar, wenn die Nacht wie
eine Katze am Rand der hellen Lust sitzt. Ich hatte mich
noch nie in eine Frau verliebt, die ich noch nie gesehen
habe. Das Sonderbarste war meine Angst, es nicht ernst zu
meinen, sondern irgendwo außerhalb der
bewußten Kontrolle ein abgehobenes Spiel zu
spielen. Die Kunst des Zitats, der Mehrdeutigkeiten,
vielschichtigen Anspielungen und Feinheiten wurde von
niemandem so obsessiv betrieben wie von den Mitgliedern
der Midnight Crew. Was, wenn ich nun meinem eigenen Hang
zur Subtilität aufgesessen war und mich nur selbst
bespiegelte?
Nichts war sicher,
vielleicht war das ganze Universum nur ein grausamer
Scherz, eingerichtet einzig um Uwe Barschel eins
auszuwischen, und seit er tot war, trudelte das Universum
ebenso tot und sinnlos seinem Ende entgegen - aber wenn
ich ein einziges, eigenes Stück Gewißheit
hatte, dann das, daß ich verliebt war.
Wir telefonierten
miteinander. Ich meine: ohne Modems und Rechner
dazwischen. Per voice. Ein Mal hatte ich mich ehrlich an
einen Rat gehalten, den alle Weisheitslehren der
Menschheit geben: Du sollst Dir kein Bildnis machen,
daher war ich weder überrascht noch enttäuscht.
Wir waren beide nervös, aber die Nervosität
ruhte auf einem soliden Fundament. Ich fühlte,
daß längst alles klar war. Wir waren ein
bißchen hilflos beim Reden, wie zwei, die schlecht
englisch sprechen, es aber aus Rücksicht auf
ausländische Gäste trotzdem tun. Die Art
verbaler Wendigkeiten, die TBT erlaubt, funktionieren in
gesprochener Form nicht; das ist ja grade der Witz
daran.
Als ROSA und ich einander
nach drei Monaten das erste Mal leibhaftig begegneten,
war es ein wundervoller Triumph über ein Jahrhundert
der Bilder. Wir küßten und umarmten uns
schwerelos von dem schönsten Gefühl.
Am Tag darauf schrieb ich
meiner damaligen Freundin, daß ich sie verlasse.
Daß auch ROSA im Begriff war, von ihrem Freund
wegzugehen, mit dem sie die letzten sechs Jahre
zusammengelebt hatte, war mir schon ersichtlich geworden,
wenn sie im Forum geschrieben hatte "ach, jetzt wird
grade der türstock rausgetreten"und Sekunden
später die Verbindung unterbrochen war. Ich
vergegenwärtigte mir, daß dort am anderen Ende
etwas Gespenstisches geschehen war. ROSAs Freund hatte
sich einen Computer und ein Modem zugelegt, wogegen sie
sich erst heftig gesträubt hatte
("kommunikationsfeindlich"). Drei Monate später
stand sie vor dem Rechner auf und sagte: Ich verlasse
Dich. Wie sonderbar, wenn einem jemand vor den eigenen
Augen verlorengeht.
Ich habe die Frau
fürs Leben in einer Mailbox gefunden. Eine moderne
Liebesgeschichte, meinetwegen. Was ich bemerkenswert
finde: daß all das rein durch Worte geschehen ist.
Ich war beschämt, als ich erkannte, daß ich an
der Sprache gezweifelt hatte. Der Computer hat mich davon
abgehalten, ein Leben in Lüge zu führen. Ein
paar Worte, reichen für ein Wunder. Heute gibt es
keine Gedichte mehr, dafür POE und ROSA.
(Peter Glaser: SEI
ONLINE, SEI MEIN. Hightech
und Hohe Minne: Die Geschichte von POE und ROSA. Der
ganze Text unter
http://www.chscene.ch/ccc/contrib/glaser/poe_rosa.html)
//
aus
beliebig mit stichwort gesuchten urls:
/* Liebe:
weder adelige Liebesauffassung (Ehefrau
+
Maîtresse) noch Streben nach bürgerlicher Ehe)
>
Liebe
bewirkt v.a. eine Steigerung des Lebensgefühls,
Erlebnisfülle
bei der
Spiegelung in der EINZIGEN (..."wie ich mich
selbst
anbete,
seit sie mich liebt!")
http://www.librator.de/metagrolove/32n.htm
*3.1.4.
AGGRESSION (LIEBE) IST HITZE - Weitere Sprachen
[1]
Die
Ermittlung von Metaphern für Aggression und Liebe
erfolgte vermittels phraseologischer
Wörterbücher (soweit vorhanden) sowie ein- und
zweisprachiger Großwörterbücher. Für
jede der fünf untersuchten domains wurde eine
begrenzte Anzahl von Stichwörtern nachgeschlagen.
Lücken ergeben sich also sowohl durch die
Unzulänglichkeit einiger Nachschlagewerke
hinsichtlich metaphorischer Redewendungen, als auch durch
die Begrenzung der Stichwörter, so daß
seltenere und mit weniger prototypischen
Stichwörtern gebildete Metaphern nicht aufgenommen
werden konnten. Es folgt nun eine Auflistung der
berücksichtigten Stichwörter, die nach den
zugehörigen domains geordnet sind:
1. Hitze,
heiß, kalt, Feuer, Flamme, brennen, Glut,
glühen, Fieber, Funken, brennen, kochen, platzen,
explodieren.
2. Feind,
Schlacht, Kampf, kämpfen, Gegner, ringen, Krieg,
Mord, töten, erobern, Spiel, Hexerei, zaubern,
Gewalt, Kraft, überwältigen, Blitz, Donner,
Sturm.
3. Tier,
Bestie, wild, fressen sowie einige bestimmte Tiere wie
Hengst, Stier, Wolf, Hahn, Schwein, Löwe, Katze,
Maus, Taube.
4. krank,
Schmerz, Wahnsinn, Irrsinn, Plage, blind, verrückt,
Galle, Herz, Adern, Blut.
5. essen,
Speise, Nahrung, Futter, Appetit, süß,
Fleisch, trinken.
Darüber
hinaus wurde unter den Stichwörtern
Liebe, Lust, Begierde, Sex, Ärger, Aggression, Zorn,
Wut und Haß gesucht.
Latein:
- irarum
ardor- ardere furore (iracundia)- ardere odio- inflammare
odium suum
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