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Ursula
Hentschläger und Zelko Wiener sind seit Jahren
aktiv sowohl als Theoretiker wie Praktiker
digitaler Kunst. Ihre Website zeitgenossen.com
ist eine Art Gesamtdatenwerk, mit Anmerkungen zur
digitalen Kultur und Kunst wie dem Essay Vom Bit
zum Qubit und Beispielen digitaler Kunst wie
der Hyperfiction Fernwärme, der
escherartigen Bilderfolge Panorama oder dem
audio-visuellen Rollover-Poem YATOO
( Besprechung).
Hentschläger und Wiener treten allerdings auch
im Printbereich und auch hier in doppelter Hinsicht
in Aktion: Ursula Hentschläger, die u.a. mit
Romanen wie Martscherie oder das Leben in der
Versuchung (1995) oder Lost & Found
(2001) an die Öffentlichkeit trat,
veröffentlichte 1993 in
MedienKunstPassagen eine
Online-Interviewreihe zum Künstler als
Kommunikator und gab 1999 zusammen mit Katharina
Gsöllpointner Paramour. Kunst im Kontext
Neuer Technologien heraus. Mit Zelko Wiener,
der seit 20 Jahren im Bereich Neue Medien arbeitet
und 1986 mit einer Online-Animation auf der
Biennale in Venedig vertreten war,
veröffentlichte sie 2002 Webdramaturgie.
Das audio-visuelle
Gesamtereignis.
Ein Jahr später gaben beide zusammen mit
Manfred Faßler den Interviewband Webfictions.
Zerstreute Anwesenheiten in elektronischen
Netzen
heraus, in dem neben einer umfangreichen
Einführung von Manfred Faßler (Hybride
Gegenwarten, cybride Räume) Interviews mit 21
Künstlern, Theoretikern und Kuratoren der
digitalen Medien zu finden sind. Das 22. Interview
- mit den Interviewern, Künstlern und
Theoretikern Hentschläger und Wiener - wird
hier nun nachgeliefert. Roberto Simanowski sprach
mit den beiden über Medienbegriffe, über
die Rolle des Technischen für Webkunst,
über L'art pour l'art digital, über die
Vergänglichkeit softewarebedingter Kunst und
über gegenwärtige Ausstellungsformen.
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