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anbetracht der inflationären verwendung der
bezeichnung interaktivität scheint diese in
ihrer bedeutung recht dehnbar. damit einher geht
eine diskussion der frage, wodurch sich echte
interaktivität von der sogenannten
scheininteraktivität unterscheidet.
für eine schlüssige argumentation scheint
eine definition des begriffes interaktion als
grundlage zwingend notwendig. da der begriff aber
in unterschiedlichen kontexten verwendung findet,
variiert auch seine bedeutung entsprechend. eine
definition erweist sich deshalb entweder als
eingrenzend und dogmatisch oder, wenn sie offen und
universal gehalten wird, als beliebig und zu
abstrakt. wie kann man dem begriff gerecht werden?
eine frage, die sich für theorie und praxis
gleichermaßen stellt.
im
folgenden soll interaktion in den unterschiedlichen
kontexten beleuchtet werden: von seiner herleitung
aus den sozialwissenschaften, über seine
ideologische funktion in den partizipatorischen
konzepten der avantgarde, bis hin zu technisch
vermittelten formen der beteiligung in der
medienkunst.daraus können bedeutungsrahmen
für den begriff skizziert und kriterien der
interaktion abgeleitet werden, die bei der
konzeption einer interaktiven erzählung
berücksichtigt werden sollten.
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