Wir befinden uns
mitten in der Geschichte interaktiver Kunst und
mitten in Daniels Buch und Argumentation. Um genau
zu sein: Wir haben bereits das letzte der vier
Kapitel erreicht, das nach den »tiefer
liegenden Gemeinsamkeiten zwischen der
Junggesellenmaschine in Duchamps Großem
Glas und der von Alan M. Turing entwickelten
Theorie der universellen Maschine« fragt (S.
7). In den vorangegangenen Kapiteln wurden die
klassischen Positionen künstlerischer Arbeit
mit Medien im 20. Jahrhundert eingeführt,
Avantgardkunst (Readymades) mit Phänomenen der
Mainstreammedien (Big Brother) verglichen und am
Beispiel der Interaktivität die Perversion
avantgardistischer Intentionen in den Massenmedien
diskutiert. Den Lesern sind dabei eine Menge an
Beispielen zur Kenntnis gebracht worden
(größtenteils mit Illustrationen
versehen), was das Buch schon einmal zu einer
wertvollen Fundgrube für Anfänger macht.
Aber auch Insider werden soweit sie die hier
versammelten vier Aufsätze nicht schon kennen
dieses Buch mit Gewinn gelesen und den
enthaltenen theoretischen Überlegungen
wertvolle Impulse entnommen haben.
Dieter
Daniels' "Vom Readymade zum Cyberspace.
Kunst / Medien
/ Interferenzen"
dichtung-digital