ich
sterbe gleich, schatz
yüksel:
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAA
AAAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAA
AAAAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA
AAAAAAAAAA ümit:
der verkraftet es nicht :) yüksel:
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAA
AAAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAA
AAAAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA
AAAAAA ümit:
guckt mal wie viel mühe der sich gibt
:) yüksel:
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAA
AAAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAA
AAAAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA
AAAAAA ümit:
der macht gleich tastatur kaputt haha yüksel:
wie soll ich GEGEN 15 LEUTE SCHREIBEN? ümit:
der kann nur flooden yüksel:
ÜMIT DU ARSCHGEBURT ICH HAB ABITUR! DU HAST
NICHT MAL EINEN SCHULABSCHLUSS UND GAMMELST AUF DEN
STRAßEN DU HURENSOHN DU KANNST NACH ISTANBUL
GEHEN UND SCHUHE PUTZEN DU HÄSSLICHER PARASIT
HA HA MIT DEINEM AUSSEHEN WIRST DU NIE EINE
FREUNDIN HABEN PÜHAH[1]
Früher sahen meine Arbeitstage anders aus. Ich tippte,
ich verlinkte, ich suchte viele schöne Stunden in
Scripten nach vergessen Semikola, ich riet zum Spaß
Hexadezimalcodes von Bildschirmfarben und immer öfter
lag ich richtig. Und jetzt? Döner, Biomüll und
Hurensöhne?
Was war passiert?
Oder besser: Was passiert andauernd?
Leser versuchen hartnäckig meine Hypertexte
auszudrucken - mit mäßigem Erfolg. Leser wollen
von mir wissen, ob sie von einem bestimmten Text nun alles
gesehen und gelesen haben, und falls nicht, wie sie das
kontrollieren können. Leser fragen nach meinem
bevorzugten Leseweg durch die Geschichte. Leser bitten um
Strukturpläne, um Skizzen, um frühe Versionen, um
sicher vorhandene Geheiminformationen, für deren Erhalt
sie mir unendlich dankbar wären.
Um ehrlich zu sein, ich verdächtige sie. Das sind keine
normalen Leser. Die sitzen nicht abends zum gemütlichen
Schmökern am Bildschirm. Die haben anderes, weit
weniger Naives vor: Sie feilen an eigenen Arbeiten.
Das führt mich zu drei leidigen Fragen:
1) Wie viele Netzliteraturleser kenne ich?
2) Wie viele von denen lesen, ohne selbst darüber zu
schreiben?
3) Gibt es im Internet überhaupt so etwas wie normale
Leser, also Leute, die weder Kontakt suchen noch selbst
schreiben, sondern denen die Begegnung mit Netzliteratur ein
Wert an sich ist?
Um nicht antworten zu müssen, tue ich, was ich in
solchen Fällen immer tue, ich google: In diesem Fall:
Tod des Autors" - 3130 Einträge. Tod des
Lesers" - 14 Einträge. Lange denke ich über die
Zahlen nach. Hängen die beiden Sterbefälle denn
nicht unmittelbar zusammen? Zieht nicht das Verschwinden des
traditionellen Autors zwingend das Verschwinden des
traditionellen Lesers nach sich? Wie demütigend
für den Leser, dass ihm im gesamten deutschsprachigen
Internet nur 14 Leute nachweinen. Wenn überhaupt von
seinem Verschwinden die Rede ist, dann in eher
buddhistischer Manier unter dem Stichwort Befreiung
des Lesers". (Google: Befreiung des Lesers" - 94
Einträge, Befreiung des Autors" - 15
Einträge, Liberation of the Reader" - 72
Einträge, Liberation of the Author" - 11
Einträge.) Als habe der traditionelle Leser in seinem
kuscheligen Ohrensessel ein derart bejammernswertes Dasein
gefristet, dass er über sein Verschwinden nur froh sein
kann.
Ich interpretiere die Zahlen so: Der gemeine Leser wird im
Internet nicht gerade hoch geschätzt. Und ich sammle
noch mehr Indizien: Selbst bei den raren
Hypertext-Genusslesern, die ich kenne, scheint das Netz
beständig ihr Mitteilungsbedürfnis anzustacheln
und dieses Bedürfnis die eigentliche Lesezeit erheblich
zu verkürzen. Und bei mir? Streife ich wie üblich
durchs Netz ohne etwas kundzutun, fühle ich mich oft
asozial. Müsste ich nicht wenigstens mal Guten
Tag" sagen, wenn ich auf eine nicht kommerzielle Seite
komme? Ist einfach nur Gucken und Lesen im Internet
unhöflich? So unhöflich etwa wie Lesen auf einer
Party?
Wie komme ich jetzt auf Party?
Man sitzt doch vor dem Computer. Oder hängt man vor dem
Computer eher rum? Gut, aber immerhin geht man doch im
Unterschied zur Party meist mit einem konkreten Vorhaben ins
Netz, um ... äh ... dann erst mal bei Leuten mit
ähnlichen Vorhaben hängenzubleiben, Leuten, die
einen mit skurrilen Domains und atemberaubenden
Suchbegriffen ansprechen. Bei denen steht man bisschen rum.
Nach und nach trifft ihre ganze verlinkte Freundessippe ein.
Ein unterhaltsames Grüppchen hat sich gefunden. Das
Vorhaben? Später. Jetzt ist erst mal ... na ja,
irgendwie Party, wie immer im Netz. Noch mehr Gäste
schlurfen mit Vorhaben und Plänen daher. Sicher wollen
die alle wissen, was man davon hält. Zigtausende sind
das, Millionen, Milliarden, Bill ... Schluck! Wie
entspannend wäre es jetzt, auf ein paar stille Leser zu
treffen. Die gar nichts von einem wollen. Die man einfach
nur schnaufen und weiterklicken hörte. Wäre es
nicht gemütlich, sich als Teil einer großen,
schweigenden Gemeinde zu fühlen? Sollten deshalb nicht
so viele wie möglich lernen, so auffällig wie
möglich im Internet vor sich hin zu schweigen? Damit
wir uns beim Einfach-nur-Gucken-und-Lesen nicht
unhöflich fühlen.
Ich schlucke - einmal, zweimal, dann denke ich über
Berufswechsel nach. Schließlich ist die Stärkung
der Leserrolle ein Top-Level-Interesse für eine
Autorin. Ich sollte mit gutem Beispiel vorangehen und zur
Internet-Leserin umschulen.
Ich bin glücklich mit dieser Idee. Ohne weiteren
Aufenthalt begebe ich mich ins Zentrum der Tippwütigen
- in einen Chatchannel. Dort bleibe ich an folgenden Zeilen
hängen: hüpfer::
sind wir alleine hier? rolli rT
-rollitom:
nö. ich glaub die lauschen uns zu. und lachen
sich über mich und dich kaputt ...........
*gggggg ..................... verfressen
*llllloooooooooooollllllllll hüpfer::
ach was, lesen ist hier immer interessant,
brauchste keinen roman lesen? lacht rT
-rollitom:
buch, papier, was ist das? ich les nur DD an
bestimmten orten *gfff
Ich fühle mich auf der richtigen Spur und nicke der
schweigende Lesergemeinde innerlich zu. Wie ich weiterlese
und staune und lese und mich langweile, überlege ich,
ob hier eine Leserin nicht so etwas wie eine Zuhörerin
ist, und ob nicht eine Autorinnen-Leserin eine besonders
gute und professionelle Leserin sein sollte und also eine
ebensolche Zuhörerin, und ob nicht die besonders guten
Zuhörer, die ich kenne, gar nicht ausschließlich
nur zuhören. Im Gegenteil. Ist es nicht so, dass gerade
die besten der besonders guten Zuhörer durch gezielte
Provokationen und merkwürdiges Verhalten den Rednern
erst auf die richtig waghalsigen Sprünge helfen?
Ja. Also: Ich muss provozieren, viel mehr provozieren.
Wenig später bin ich als stummedienerin im Chat.
cloud
ex_undea:
he du da stummedienerin:
stummedienerin verbeugt sich cloud
ex_undea:
oh stummedienerin:
stummedienerin mustert cloud cloud
ex_undea:
was bisn du für eine stummedienerin:
stummedienerin zieht augenbraue hoch cloud
ex_undea:
ne nee stummedienerin:
stummedienerin schüttelt kopf cloud
ex_undea:
lass uns doch normal reden
Ich schweige weiter und habe währenddessen noch mehr
schweigsame Ideen. So könnte ich zum Beispiel die Reden
der Vorredner einfach wiederholen oder leicht stilistisch
umwandeln oder sie mit wenigen Worten immerzu ausfragen.
Je mehr Schweigevarianten mir einfallen, umso klarer wird
mir, dass fast alles funktionieren wird, vorausgesetzt ich
halte mich an die eigenen strengen Regeln. Dass ich umso
mehr Aufmerksamkeit bekomme, je härter ich meine Masche
durchhalte. Ja, mehr und mehr scheint mir, als liege die
eigentliche Arbeit darin, möglichst jede spontane
Erfindung, Erwiderung zu unterdrücken, in vorgestanzten
Phrasen zu replizieren, mit der sprachlichen
Ausdrucksvielfalt eines Bots aufzutreten. Das bringt das
Publikum in Wallung und mir die beste Lesezeit.
Ich verstehe mich nun als eine Art Sprachmaschine im Chat,
als Katalysator - und ich zeichne die Reaktionen auf. Lese
sie. Denn diese verlassene Stelle, die des Lesers will ich
ja hochhalten und da kann das Publikum noch so bitten,
betteln, flehen, aus mir kriegen sie nichts mehr raus, ich
beantworte keine Frage. Ich lese.
Die Netzautorin freilich, die ich mal war und auch wieder
sein werde, will den so zusammengelesenen, verdichteten und
teilweise fiktiv erweiterten Text nach seinem
Bühnenauftritt[3]
wieder ins Netz zurückführen - als
Audioinstallation.
Die wird so aussehen: Es öffnet sich ein leerer,
weißer Bildschirm. Unsichtbar für den Besucher
der Webseite verbergen sich dort sechs unterschiedlich
große, maussensible Felder. Nähert der Besucher
den Mauszeiger einem Feld, ertönt der jeweils dort
versteckte Dialog - zunächst leise, nimmt an
Lautstärke zu, je näher der Mauszeiger zum
Mittelpunkt des Feldes rückt, wird umgekehrt auch
wieder leiser, verstummt, sobald das Feld verlassen wird.
Werden Felder mehrmals besucht, fährt der Dialog
jeweils dort fort, wo er unterbrochen wurde. Alle Texte
laufen als Endlosschlaufe.
Auf diese Weise sampelt sich der Besucher sein eigenes
Hörstück zusammen. Wie ein stiller, blinder
Partygast zieht er von Grüppchen zu Grüppchen. Im
besten Fall erkennt er in der Rolle der stummen
Protagonistin seine eigene Rolle wieder und genießt
es, ein höflich schweigender Leser zu sein.
[1]
ich sterbe gleich, schatz, dialog 1, schwatzraum
westcoast, fortsetzung: ümit:
der kann nur flooden yüksel:
ÜMIT DU HURENSOHN DU KOPIERST SELBER KURZE
SÄTZE DANN FÜGST DU EIN ABER DU KANNST
HALT NICHT FLOODEN DESWEGEN KOTZT DICH DAS AN DU
ARSCHGEFICKTES ARSCHGESICHT DU KANNST MIR NICHT
WIDERSTEHEN UND DU KLAUST MEINE SÄTZE UND
SPRÜCHE SCHÄM DICH DU
HÄSSLICHK ümit:
looool yüksel, weißte nicht wie du dich
wehren sollst? yüksel:
ÜMIT DU ARSCHGEBURT ICH HAB ABITUR! DU HAST
NICHT MAL EINEN SCHULABSCHLUSS UND GAMMELST AUF DEN
STRAßEN DU HURENSOHN DU KANNST NACH ISTANBUL
GEHEN UND SCHUHE PUTZEN DU HÄSSLICHER PARASIT
HA HA MIT DEINEM AUSSEHEN WIRST DU NIE EINE
FREUNDIN HABEN PÜHAH ümit:
ich rede normal mit dem yüksel:
ÜMIT DU HURENSOHN OHNE VATER ... DESSEN VATER
ICH VERKAUFT HABE DU BASTARDKIND WURDEST IM
BIOMÜLL ALS MADER GEFUNDEN UND WURDEST ALS
UNTIER GEZÜCHTET DU HURENSOHN MIT DEINEM
DÖNER ümit:
ohne flooden yüksel:
ICH BLAMIERE MICH NIE ümit:
ich weine schon .) yüksel:
ICH BLAMIERE MICH NIE weil ich hier keine freunde
hab ümit:
ich bin dem in allen sachen überlegen :) yüksel:
ICH BLAMIERE MICH NIE weil ich hier keine freunde
hab jungguy13: yüksel:
ich werde weiter machen!! My86Salsa:
wer hat keine freunde press
555555555555555 yüksel:
ICH HAB IM INTERNET KEINE FREUNDE XxILHAN05xX:
SEID ALLE SO AMARSCH EY ümit:
haha jungguy13:
hi My86Salsa:
yüksel? yüksel:
ÜMIT DU ARSCHGEBURT ICH HAB ABITUR! DU HAST
NICHT MAL EINEN SCHULABSCHLUSS UND GAMMELST AUF DEN
STRAßEN DU HURENSOHN DU KANNST NACH ISTANBUL
GEHEN UND SCHUHE PUTZEN DU HÄSSLICHER PARASIT
HA HA MIT DEINEM AUSSEHEN WIRST DU NIE EINE
FREUNDIN HABEN PÜHAH ümit:
es wissen alle wie ich aussehe, yüksel:
FERHAT HAT FREUNDE ümit:
ferhat is auch hässlich, ferhat schleimt bei
dir yüksel:
flooden! jungguy13:
wer will schwätzen 12-15 press
656565656565656565656565 ümit:
wenn wir uns real kennen würden, würdest
du außenseiter sein, weil du so hässlich
bist yüksel:
AAA AAAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAA
AAAAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAA ümit:
yüksel, neben dir kann niemand stehen weil
deine nase die wegschubst, so schief ist die
:) yüksel:
ÜMIT DU HURENSOHN OHNE VATER ... DESSEN VATER
ICH VERKAUFT HABE DU BASTARDKIND WURDEST IM
BIOMÜLL ALS MADER GEFUNDEN UND WURDEST ALS
UNTIER GEZÜCHTET DU HURENSOHN MIT DEINEM
DÖNER ümit:
du hast gargamel nase [2]
ich sterbe gleich, schatz, dialog 3, schwatzraum trauminsel,
fortsetzung: c4f-prinz:
hallo cloud
ex_undea:
he prinz kennst du die da c4f-prinz:
cloud wo liegt dein prob? cloud
ex_undea:
die do labert nichts ey c4f-prinz:
cloud ... der monitoring ist kein offizieller
schwatzraum, er dient ausschließlich dem
schnelleren auffinden der monitore/lotsen. nach
darstellung deines problems verlasse diesen raum
bitte wieder, damit auch andere schwätzer die
möglichkeit haben hilfe zu holen. stummedienerin:
stummedienerin taumelt operator:
Channel Erotik ist voll! Wechseln nicht
möglich stummedienerin:
stummedienerin pocht operator:
Channel Erotik2 ist voll! Wechseln nicht
möglich stummedienerin:
stummedienerin pocht operator:
Du gehst in den Channel Trauminsel stummedienerin:
stummedienerin lächelt vage in die
gegend wtüte:
geh und hol mir nen kaffee @dienerin vordruck:
wozu brauchen wir denn eigentlich ein gehirn?
quallen haben doch auch keins, brauchen die auch
gar nicht. die schweben da rum, ... so heyyyyy,
hoooo ... so hab ich auch mal gelebt ... und dann
war die schulzeit vorbei ... *gg wtüte:
dienerin ...wo bleibt mein kaffee???
zefix@personal vordruck:
dienerin? stummedienerin:
stummedienerin huscht richtung kalter
kaffee wtüte:
wieso kalt??? schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin deutet vage in die ferne operator:
du bist von schwester2000 in erzählmirmehr
eingeladen worden; gebe, um dort hinzugelangen
/gehe erzählmirmehr ein; oder /sg stummedienerin:
stummedienerin schlägt augen nieder vordruck:
?????? verwirrt is @wirklich dienerin wtüte:
sag ich doch druck....musst halt auch ma uffpasse
ne? schwester2000: vordruck:
is das so ne jeanny oder gini oder wie das ding aus
der flasche heißt wtüte:
weis net druck ...wart ich reib ma an ihr.
...ggg vordruck:
löööööl wtüte:
joa druck ...aber du brauchst deine eigene
...weißt doch ... wie bei monty python ...
jeder nur eine dienerin ... gg vordruck:
oahhhhh mist ... steinkick stummedienerin:
stummedienerin schlabbert mit brühe in tasse
zurück wtüte:
brühe? wasn für ne brühe? stummedienerin:
stummedienerin guckt gespannt wtüte:
najaaa@dienerin ... könnt was süßer
sein und ein wenig kühler ... aber du lernst
ja noch schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin zieht augenbraue hoch vordruck:
leihste mir mal? wtüte:
nix vordruck:
komm schon ... stummedienerin:
stummedienerin zieht augenbraue gefährlich
hoch schwester2000:
lächelt vordruck:
dienerin????? wtüte:
ähm ...willst du aufstand machen
dienerin??? vordruck:
DIIII NAAAA RIIIINNNN wtüte:
is meine@druck ... gg vordruck:
kooooomm putt putt wtüte:
weg da druck wtüte: vordruck:
du bist zu grob zu ihr und außerdem kannste
die lohnnebenkosten gar nicht zahlen schwester2000: wtüte:
hey ... es ist ne dienerin!! die sind das
gewohnt@grob vordruck:
stimmt das dienerin? mit lieblicher stimme
sprech stummedienerin:
stummedienerin schreitet hin, schreitet
her schwester2000:
versuche neustart operator:
du bist von schwester2000 in
dasistmeineletzteeinladung eingeladen worden; gebe,
um dort hinzugelangen /gehe
dasistmeineletzteeinladung ein; oder /sg stummedienerin:
stummedienerin fingert nach serviette schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin ist schrecklich
ungeschickt wtüte:
kein prob dienerin ... das lernen wir dann zusammen
... stummedienerin:
stummedienerin stößt mit ellbogen gegen
volle tasse wtüte:
aaaarghhh ... stummedienerin:
stummedienerin guckt, als wär
nichts schwester2000:
meditation ... lächelt vordruck:
hat dien schweigegelübde abgelegt ...?? dann
mach ichs auch wie bei monty python (leben des
brian) und tret ihr auf den fuß schwester2000: schwester2000:
wenn ich schon sonst nix von dir
höre wtüte:
loool@druck@auf fuß latsch stummedienerin:
stummedienerin wedelt mit serviette wtüte:
tse tse tse ... gutes personal is so selten
heutzutage ... stummedienerin:
stummedienerin wischelt auf vordruck rum vordruck:
auf miaaaaaaaaa? stummedienerin:
stummedienerin schaut skeptisch auf verschmierten
vordruck vordruck:
schaut skeptisch zurück stummedienerin:
stummedienerin hebt vordruck mit spitzen fingern
auf vordruck:
eyyyyyyyy ... runterlassen wtüte:
nein ... das is nich mein vordruck ... wirf den
weg schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin schlingt sich boa constricta um
hals schwester2000: schwester2000:
lächelt stummedienerin:
stummedienerin ringt nach luft. mpfffft schwester2000:
lacht vordruck:
ihr seid alles arschlöcher ... stummedienerin:
stummedienerin rafft ihre röcke
zusammen vordruck:
bei euch bleib ich schwester2000: wtüte: schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin winkt zum abschied mit
serviette vordruck:
hier geblieben dienerin schwester2000: schwester2000:
hey schwester2000: stummedienerin:
stummedienerin flüstert unverständliches
und raschelt davon schwester2000:
hey [3]
Uraufführung: Theater im Pumpenhaus, Münster,
2004. Regie: Manfred Kerklau, Schauspiel: Gabriele
Brüning, Sounddesign: Detlef Piepke
www.dichtung-digital.org/2005/1/Berkenheger
Dramatisches
Protokoll aus dem Überraum
(2004)
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAA
AAAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAA
AAAAAAAAAA AAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA
AAAAAA
du da du
he sag was
nee nee
sag doch was dein profil is auch schrott
wie alt
he du
stummedienerin runzelt stirn
wat wit du
echt
nee nee
-.-"
bitte
bitte
bitte
oder soll ich gehn[2]
der kann so was nicht, der blamiert sich
weil ich hier keine freunde hab
das verkraftet der nicht haha
(flüstert zu
lurkerin)
hi mausi, willst du schwätzen
press
5454545454545454545454554545545454444
DENN ICH HABE IM INTERNET KEINE FRFEUNDE
IN DEM CHANNEL NICHT
hier bin ich nur UM ÜMIT ZU DISSEN
WEIL DER MAL MEINT DER IST KING
ich verstecke mich nicht wie du
ich sehe normal aus :)
nicht wie schwein :D
ABER MAG DICH NICHT
WEIL DU LÜGNER BIST
weil ihr schwatzfreunde seid :)
AAAAAAAAAAAAAA AAAAAAAAAAAAAAA AAAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAAAAAAAAAAAAA
AAAAAAAAAAA
wie können wir bzw. ich euch bzw. dir
helfen?
stummedienerin ... da du scheinbar kein problem
mehr hast und den raum auch nicht verlässt,
wirst du jetzt aus dem monitoring
entfernt.
reibt augen, nase
schnieft
pocht
gg
ich wollt den warm haben. ...wangenwarm
bitte
(flüstert zu stummedienerin)
von wo kommst??
(flüstert zu stummedienerin)
sorry für den überfall
darf man sich da was wünschen???
begeistert von einem bein aufs andere
hüpft
nimmt die tasse entgegen
schlürft@kaffee ...
(flüstert zu stummedienerin)
keine lust?? bin ein anständiges
mädel.
hallo??
eiiiiiinmal
gehorche!!! mit donnernder stimme sprech
(flüstert zu stummedienerin)
lächel ... schön das du mitspielst ...
hallo ich bin der WTüte
(flüstert zu stummedienerin)
nur 5 minuten
@stummedienerin
(flüstert zu stummedienerin)
hmm ... kennen wir uns??
(flüstert zu stummedienerin)
sag mal was - lächelt
was wischste denn auf mir rum?
stummedienerin schüttelt kopf
gg
(flüstert zu stummedienerin)
soll ich uns noch einmal einladen??
(flüstert zu stummedienerin)
du bist mir ja eine oder vielleicht
einer
sfg
(flüstert zu stummedienerin)
so ... keine chance???
(flüstert zu stummedienerin)
kaffee is alle!!
(flüstert zu stummedienerin)
echt schade ... naja ...
woher kommst du??
(flüstert zu stummedienerin)
bleib mal da dienerin
bleib doch mal da dienerin
(flüstert zu stummedienerin)
bleib doch noch ne minute oder 2 stunden
ich bitte dich laut, mir mal
zurückzuflüstern
published
in dichtung-digital
1/2005