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Die
Diskussion um den Begriff "Netzliteratur" gibt es,
seit das Internet als Medium für die
ästhetische Produktion entdeckt wurde, also
quasi seit der Entstehung computerbasierter
Netzwerke. Eine eindeutige Definition dieses
Begriffes gibt es nach wie vor nicht, wie die
Dokumentation zweier aktueller Foren zeigt: einer
Diskussion
der Mailingliste
"Netzliteratur",
als Hypertext aufbereitet in Dichtung Digital,
sowie das Diskussionsforum
"Netzkunst"
von IASL-Online und dichtung-digital. Die
große Unsicherheit in bezug auf die
Begriffsdefinition scheint mir dabei einerseits der
nicht geklärten Positionierung von Computer
und Internet im Feld der elektronischen Medien
geschuldet zu sein, andererseits aus der
Mißachtung von Marshall McLuhans
ontologischer Medienbestimmung (kurz umfaßt
mit dem Schlagwort "Das Medium ist die Botschaft" -
eine griffige Formulierung, der aber de facto in
den Analysen selten Rechnung getragen wird) zu
resultieren.
Dieser Beitrag geht
von einem ontologischen Ansatz aus, indem er
versucht, "Netzliteratur" aus der spezifischen
Struktur, also dem "Wesen" des Internets heraus zu
bestimmen. Daher werden den einzelnen Thesen in der
Folge direkt Beispiele aus der ästhetischen
Medienpraxis gegenübergestellt, die die
Theorie einerseits untermauern, andererseits
deutlich machen sollen, daß die sehr
unterschiedlichen Tendenzen dennoch bestimmte
Prognosen zulassen, die zum Abschluß
skizziert werden.
Dr. phil. / Jg 1967
/ Studium der Germanistik, Geschichte und
Philosophie in Bamberg, Paris und Heidelberg / 1991
- 1995 PR-Assistentin bei der Verlag Hoppenstedt
GmbH / Dissertation
über Netzliteratur / wiss. Mitarbeiterin am
Lehrstuhl für Vergleichene
Literaturwissenschaft/Medien, Universität
Erfurt / Veröffentlichungen zur
Netzästhetik
zum
Beitrag
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