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Der
Beitrag diskutiert - im Anschluss an die Debatte
zur zunehmenden Visualisierung von Kommunikation
und Wahrnehmung - das digitale Bild als Element
einer Dramaturgie des Spektakels. Neben den
Perspektiven einer allgemeinen Analyse von
Wort-Bild-Beziehungen werden an einigen Beispielen
spezifische Aspekte des visualisierten Textes und
des Bildes als Text im Bereich des Digitalen
skizziert. Dabei wird die doppelte
Tiefeninformation des digitalen Bildes (auf
verschiedenen Ebenen der verdeckten Source)
erörtert und nach deren Rolle innerhalb der
primären und sekundären Signifikation
gefragt. Es wird davon ausgegangen, dass die
Interpretation des digitalen Bildes die Verwandlung
der nicht-diskreten Zeichen der Tiefeninformation
in diskrete notwendig einschließt und dass
diese Hermeneutik des versteckten Textes auch eine
Hermeneutik der damit installierten Interaktion
umfassen muss.
Dr. phil. / Jg. 63 / Promotion zur Massenkultur um 1800 /
Publikationen zu Nationalismus in der dt. Lit, zu
lit. Salons und zu digitaler Literatur
/ wiss. Mitarbeiter der Universität Göttingen / Visiting Scholar Harvard Universiy / freier
Autor in Berlin / Herausgeber von
dichtung-digital.de / redaktion@dichtung-digital.de
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