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Tosca: Selbstreferentialität in Computer-Spielen

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Nutzen gegen Identifikation

Danach befragt, wie sie die unterschiedlichen Spielearten wahrnahmen, haben die Probanden geantwortet, dass sie alle einen instrumentalisierten Zugang zu den Spielfiguren gefunden hatten. Figuren waren ihre Werkzeuge, mit denen sie im Spiel "operierten".


wer kann der Spieler sein?

  • ein unbeschriebener Darsteller (Simulation, 1.Person shooters...)
  • ein Gott (Sim City / Age of Empires) (3.Person)
  • eine Figur
    • ein Puppenspieler (Monkey Island) (3.Person)
    • ein Schauspieler (Titanic) (1.Person)
    • ein Avatar (Myst /SPQD) “leere” (1.Person)


In der ersten Spielekategorie (unbeschriebene Darsteller) sprachen die Spieler in der ersten Person über die Spiele: "Ich bin gerade durch den schwierigsten Teil der Straße gefahren", "Ich habe auf dieser Ebene alle getötet." Wenn der Spieler ein "Gott" ist, redet er über das Spiel wie über ein persönliches Spielzeugzimmer: "Ich habe gerade eine neue Autobahn gebaut", "meine Römer haben gerade mal wieder die Ägypter geschlagen". In diesen beiden Spielekategorien gibt es niemanden, mit dem man sich identifizieren könnte.

Auch wenn der Spieler in eine Figur hineinschlüpfen muss, redet er über die Erfahrung ihrer Aktionen in der ersten Person. Dies ist jedoch noch keine Identifikation, die Figur ist ein Werkzeug, mit dem operiert wird. "Ich habe ihn in das Boot gesetzt um zu sehen, was dann passiert", "Ich habe die Maschine benutzt und die Nachricht dekodiert." Dies wird in Spielen, die in eine Rahmenerzählung eingebunden sind, besonders deutlich, da die Spieler hier die Erzählung als etwas beschreiben, das jemand anderem passiert: "Gabriel schläft mit der blonden Frau." "Christopher ist in Anezka verliebt und darum geht er nach Wien um nach ihr zu suchen."

Wenn die Figur stirbt, wird dies noch deutlicher. Wir identifizieren uns nicht mit Lara Croft und weinen nicht über ihre Leiche, wie wir das mit Ana Karenina tun würden. Statt dessen starten wir einen neuen Versuch und umgehen nun die Stahlspitzen (oder anderen mörderischen Hindernisse), die uns beim ersten Mal zu Fall brachten.

Es macht also keinen Unterschied, ob das Spiel eine Rolle für dich beinhaltet oder nicht. Du kannst all diese Dinge sein und das Spiel bleibt dennoch eine Reihe von Regeln und vordefinierten Zielen, die man mit den Aktionen, die einem zur Verfügung stehen, erreichen muss. Figuren sind nur eine Möglichkeit, wie man sich aktiv mit einer Spieleumgebung auseinandersetzen kann.

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