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Angeregt
von einigen, auf dem Symposium "InterSzene" in
Romainmoitier vorgestellten Chatprojekten von
Gisela Müller, Tilman Sack und Susanne
Berkenheger, möcht ich einige
Überlegungen zu einer Poetik des Chattens
vorstellen und diskutieren, wie sich diese Form
"schriftlicher Mündlichkeit" zur Poetik des
Briefromans und der Praxis des Telefonierens
verhält. Im Gegensatz zum Briefroman, der,
genau wie die email, jeweils nur ein "halber
Dialog" und zum "fernmünlichen Dialog" des
Telefonierens, ist der Chat ein ganzer,
fernschriftlicher Dialog, der in besonderer Weise
das "written to the moment" der Briefromanpoetik
wieder belebt, indem er den Akt des Schreibens in
einem bestimmten Rahmen - dem Chatroom - sichtbar
macht.
Dr. phil. /
studierte Philosophie und Germanistik in
Heidelberg, Frankfurt und Berkeley / Promotion
über Diskursive Dummheit / wiss.
Mitarbeiter am Fachbereich Germanistik der
Universität Frankfurt am Main / Artikel zur
Hypertexttheorie und Thema Telefon und
Briefroman
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