Dem elektronisch verzerrten
rhythmischen Vokalmantra 'aeiou' und seiner konsonantischen,
musikalisch eher psychedelischen Entsprechung, 'phonemeter',
die die puren Laute lustvoll feiern, steht die
hypertheoretische Litanei der geschriebenen Wortlust
gegenüber (die quasi nach einer rhythmisierten
'Verstimmlichung' schreit). Sie manifestiert sich in vielen
Textpartien der 'hyper:liner:notes', besonders aber in dem
'Begriffsrap', der als Lesartenliste für PHON:E:ME
angeboten wird:
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"as Phonographic
storyworld (lit-hop)
as Grammophonic impulse (word-trance)
as sound writing (psychoacoustical metafiction)
as writered-sound (manufactured groof
artifacts)
as phonotextual hypermedia (space-time-matter of
language)
as techno poetics (a network translator)
as high fi-sci-fi (sonic grammatology)
as soundz-n-narrative performance (on-the-fly
digital re:mixing)
as concept and album (exploding skull rupture)"
[possible readings of
phon:e:me]
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Eher mantra-artig mutet
dagegen der Text psychoacoustical analysis
an:
"Streaming
hypermedia consciousness crunching numbers sampling
data-manipulating syntax spurting volumes. Disseminating
viral memes into mainstream host accelerating the
degenerative process of the corrupt and corrupting
organism causing collective self-reflection and
metafictional musings on the artist (...)."
Die Vielfalt der
Bezeichnungen und Definitionen ist durchaus nicht
inhaltsleer, stiftet aber ob ihrer Fülle eher
Verwirrung als Klarheit über das Werk.
Begriffskreationen und wortreiche Theorie-Explikationen
durchziehen die Texte - eine Art sprach-rhythmische Version
von "Hypertextual Consciousness"
.
Jedoch bleibt es bei diesen plakativen Wortexzessen, ohne
daß der Leser das Gefühl hat, die Gedanken
entwickelten sich in eine bestimmte Richtung.
Was bei den
Audio-Stücken innovativ wirkt - die Kompilation und
Manipulation von Tonsequenzen gekoppelt mit Textvariationen,
bleibt in der Schrift trotz der wortrhythmischen Experimente
zu eindimensional und wirkt daher eher statisch als
dynamisch und performativ.