Das Symposium
"InterSzene" ging von der Frage aus: welche
Übergänge gibt es zwischen Netzprojekten,
Theaterprojekten und Hörfunkprojekten und
welche Übergänge kann es geben? Zum
Beispiel: Welche Formen theatraler Inszenierung
gibt es bei Hypertexten bzw. umgekehrt: wie lassen
sich spezifische Formen des Umgangs mit
Hypertexten, aber auch mit emails oder online-chats
auf die Bühne bringen? Oder: Welche Rolle
spielt das Internet für den Hörfunk? Bzw.
umgekehrt: Gibt die Erfahrung im Umgang mit
Hypertexten Anlaß dazu, neue Formen
akustischer Inszenierung zu entwickeln? Im Verlauf des
Symposiums zeigte sich nun folgendes: Während
ohne weiteres zugestanden wurde, daß das
"neue Medium" Hypertext die Inszenierungs- und
Darstellungsformen der "alten Medien" Theater und
Hörfunk übernimmt, umformt,
weiterentwickelt, wurden Schritte in die umgekehrte
Richtung eher kritisch beurteilt: Wie sollte sich
das "neue Medium" Hypertext in und durch die alten
Medien Theater und Hörfunk darstellen bzw.
inszenieren lassen, ohne, daß das "Neue" auf
der Strecke bleibt? Mit anderen Worten: keine neue
Medien in alte Kanäle. Unhinterfragt blieb in
diesem Zusammenhang jedoch zweierlei: (2) Ist das
Ansinnen, das "neue" Medium im "alten"
darzustellen tatsächlich so absurd, ist der
Hypertext tatsächlich "unvergleichlich" und
durch nichts anderes darstellbar als durch sich
selbst? Mein Scrolll-Back
verdeutlicht die Relevanz v.a. dieser beiden
Fragen. InterSzene /
14.-16. 7. 2000 /
Romainmôtier
(1) was
ist denn das "Neue" am Hypertext, das sich so
gar nicht im "Alten" darstellen
läßt?
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