Newsletter FEBRUAR
'00 Der
Praxis-Pool enthält folgende neue
Beiträge und Anzeigen Susanne
Berkenhegers "Hilfe" - Ein zielloser Wettlauf in
5 Fenstern (Deutsch) Life is
bigger than environment - Interview with Ed
Barrett (Englisch) Norbert
Gabriel: "Kulturwissenschaften und Neue Medien"
(Deutsch) German
Digital Literature: An Introduction
(Englisch) Hypertext -
Curricula - Fragen an Ernest W.B.
Hess-Lüttich (Deutsch) Praiseloser
Internet-Literaturpreis - Netzliteratur in der
Krise? (Deutsch) Literatur im
Internet - Theorie und Praxis einer kooperativen
Ästhetik (Deutsch) Hypertext in
Spain - Interview with Susana Pajares Tosca
(Englisch) "Beim
Bäcker" - Collaborative Sex und soziale
Ästhetik (Deutsch) Was ist
Netzliteratur? Eine Diskussion der Mailingliste
netzliteratur.de (Deutsch) Newsletter
1999:
2/2000 (2.Jg. / Nr.
9) - ISSN 1617-6901
-Forschungsprojekt
Selbstreferentialität
in den
Medien
(Kassel)
-Forschungsprojekt Ästhetische
Strategien in Multimedia und digitalen
Netzen
(Hildesheim/Lüneburg)
-Seminar Advanced
Fiction
Writing
(Arellano, Brown University)
-Seminar Introduction
to Hypertext
(Derby, Brown University)
Roberto
Simanowski hat sich in Berkenhegers neues
Text-Labyrinth gewagt und war von der
graphischen Choreographie der Texteinheiten
beeindruckt, die die Figuren als Java Fenster
auftreten und den Bildschirm
gewissermaßen zur Bühne werden
lässt. Schließlich kam aber doch
die Frage auf, zu welchem Ende die Hauptfigur
eigentlich ständig ihr Geschlecht
ändert, was es mit dem Asylbewerbertopus
auf sich hat und wohin der rasante Ablauf der
Dateien und Wörter eigentlich
führt. (>>>Abstract)
http://www.dichtung-digital.de/2000/Simanowski/29-Feb
Ed
Barrett, Autor und Herausgeber zahlreicher
Bücher über die soziale Rolle der
neuen Medien, berichtet über seinen Kurs
zu interaktivem und nicht-linearem
Erzählen am MIT, über die Beziehung
von Technologie und Kultur sowie über
den Einsatz digitaler Medien im Unterricht.
Er favorisiert in diesem Zusammenhang Demut
vor Anmaßung, konstatiert das Leiden
des Internet an der terminal graphic design
disease und verrät den Nutzen rollbarer
Stühle vor Computern.
http://www.dichtung-digital.de/Interviews/Barrett-29-Feb-00
Roberto
Simanowski stellt Norbert Gabriels Buch
über die "Wissensvermittlung im
digitalen Zeitalter" vor, das v.a.
Geistes- bzw. Kulturwissenschafter mit der
dritten Phase der neuzeitlichen
Mediengeschichte - die Möglichkeit
digitaler Informationscodierung - vertraut
machen will. Das Buch diskutiert daher nicht
nur allgemeine Aspekte (veränderte Rolle
von Autor und Leser, Nichtlinearität,
Wissensstruktur im Hypertext), sondern auch
pragmatische (digitales Publizieren, Einsatz
der neuen Medien im Unterricht und an den
Hochschulen) und selbst die technischen
Grundlagen: ATM, IP, SGML, FTP usw.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Simanowski/28-Feb
In
dieser erweiterten Fassung eines Vortrages
bietet Roberto Simanowski eine
Einführung in die digitale Literatur und
diskutiert ihre drei Hauptgruppen -
Mitschreibprojekte, Hyperfiction, Hypermedia
- an Beispielen der deutschen Szene.
(>>>Abstract)
http://www.dichtung-digital.de/2000/Simanowski/27-Feb
Prof. Dr.
Hess-Lüttich, Universität Bern,
gibt Auskunft zu
wissenschaftsorganisatorischen Aspekten und
ästhetischen Möglichkeiten im
Hinblick auf Hypertext und digitale
Literatur
http://www.dichtung-digital.de/Interviews/Hess-Luettich-25-Feb-00
Der
Skandal eines Wettbewerbs: Aufgrund
mangelnder Qualität der Beiträge
verweigert die Jury die Preisverleihung. Dies
zieht viele Fragen nach sich: Wie sollen
solche Ausschreibungen künftig
ausgeschrieben werden? Wann liegt eine
sinnnvolle Nutzung der Mittel des Mediums
vor? Gibt es Netzliteratur oder ist alles
Schall und Rauch?
http://www.dichtung-digital.de/Verschiedenes/Literaturcafe
Christiane
Heibach fasst die Ergebnisse ihrer
Dissertation zusammen und verweist auf den
Vorgang der "hyperlektischen Oszillation"
zwischen den das digitale Medium
konstituierenden Ebenen (technische und
ästhetische Darstellung sowie soziale
Interaktion), auf den oft zu
beobachtenden (und intendierten) Umschlag von
Kunst in Kommunikation und auf die
Verlebensweltlichung von Kunst und Literatur
in der Kommunikation - im Gegensatz zur
Diagnose der Ästhetisierung der
Lebenswelt in neueren ästhetischen
Theorien.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Heibach/10-Feb
Susana
Pajares Tosca ist Herausgeberin des
spanischen Online Journals "Hipertulia". Sie
berichtet über die Zurückhaltung
spanischer Künstler hinsichtlich
digitaler Medien, über ihre Arbeit
"Hypertext and Literature: James Joyce's A
Portrait of the Artist as a Young Man",
über die Widergeburt des Autors und
über Klassifikationen digitaler
Literatur.
http://www.dichtung-digital.de/Interviews/Tosca-02-Feb-00
Roberto
Simanowski stellt diesen "Veteran" unter den
Mitschreibeprojekten vor und ermittelt einige
Merkmale des kollaborativen Schreibens wie
die Okkupation und Negation des schon
Geschriebenen durch eigene Beiträge, den
Egoismus im Kollektivismus sowie die
Verlagerung der Erotik von der Textebene auf
das Verhältnis der AutorInnen
(>>>Abstract)
http.//www.dichtung-digital.de/2000/Simanowski/15-Feb
Ein
Neu-Einsteiger warf die Frage Ende Januar in
die Runde und fügte später die
Statements - eine Mischung aus Flappsigkeit
und intellektueller Wachheit - zueinander. Es
entstand eine Dokumentation, die nicht nur
zeigt, was in der Mailingliste Netzliteratur
über Netzliteratur gesprochen wird,
sondern auch, wie in einer Mailingliste
gesprochen wird.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Mailinglist