Newsletter Januar '01 Symposion p0es1s -
Poetologie digitaler Texte: Start
/ Editorial
/ Begrüßung
/ Digitale
Bilder /
Innovation
oder
Trivialität
/ (Un)Tiefen
elektronischer
Textarchive
/ Chatten
und Clicken
/ Kombinatorische
Dichtung
/ neues
Literaturmilieu
/ Ars
poetica für
Hyperfiction
/ Virtual
Textuality
/ Interaktivität
/ Fabrikverkauf
/ Unsichtbare
Geschichte
/ Computerspiele
/ Odysseen
im Schreibraum
/ Stuttgarter
InternetProjekte
// Hypertext
Conference 2000
/ Metaphorologie
der Medien
Symposion
"Ästhetik digitaler Literatur "/"p0es1s -
Poetologie digitaler Texte" aktuell
-
Jan Newsletter
2000: Newsletter
1999:

1/2001 (3.Jg. / Nr.
15) - ISSN 1617-6901
Am 20. und
21. Oktober 2000 fand in Kassel die erste Tagung
der jährlich geplanten Veranstaltungsreihe
zur "Ästhetik digitaler Literatur"
(künftig als "p0es1s - Poetologie digitaler
Texte") statt. Dichtung-digital
veröffentlicht in der Januarausgabe des
Newsletters die Beiträge. (alle
Beiträge in deutscher Sprache)
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00
Friedrich
Block, Christiane Heibach, Karin Wenz:
Editorial
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00
Winfried
Nöth: Begrüßung
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Intro
Roberto
Simanowski: Der versteckte Text: Aspekte
digitaler Bilder
Der Beitrag diskutiert an Schreibers Epos der
Maschine und an Hupperts Bildanimationen die
"doppelte Tiefeninformation" des digitalen
Bildes und deren Rolle innerhalb der
primären und sekundären Signifikation
und fragt nach einer "Hermeneutik des
versteckten Textes" und der damit installierten
Interaktion.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Simanowski
Friedrich
W. Block: Innovation oder Trivialität?
Block widmet sich zwei Gerüchten: 1.
mit digitaler Dichtung geschehe etwas radikal
Neues, 2. das Elektronische sei die eigentliche
Einlösung der Poetiken avantgardistischer
Moderne. Am Beispiel des Lexikonromans von
Okopenko untersucht Block den ästhetischen
Gewinn der hypermedialen
Übersetzung des
Experimentalbuches ins digitale Medium.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Block
Markus
Krajewski: (Un)Tiefen elektronischer
Textarchive
Krajewski untersucht Status und
Produktionsbedingungen digitaler Literatur und
diskutiert am Beispiel von Walter Kempowskis
"Echolot"-Projekt, inwiefern literarische
Projekte digitale Literatur sind, wenn sie zwar
in Buchform vorliegen, aber mit den spezifischen
Möglichkeiten der digitalen Medien
entstanden sind.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Krajewski
Uwe
Wirth: Chatten und Clicken
Überlegungen zu einer Poetik des
Chattens im Vergleich zur Poetik des Briefromans
und der Praxis des Telefonierens: Der Chat als
"fernschriftlicher Dialog", der das "written to
the moment" der Briefromanpoetik im Chatroom
sichtbar macht.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Wirth
Florian
Cramer: Kombinatorische Dichtung und
Computernetzliteratur
Cramer stellt Beispiele kombinatorischer
Dichtung vor und plädiert für eine
"technische Poetik" digitaler Netzliteratur, die
der ästhetischen
Untersuchungsperspektive vorangeht und sich
nicht mehr mit Schlagwörtern wie
"Hypertext", "Multimedia" und "Cyberspace"
aufhält, sondern die Bedingungen der
Codierung von Netzliteratur reflektiert.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Cramer
Beat
Suter: Ein neues Literaturmilieu
Suter markiert Transfugalität und
Transversalität als zwei wesentliche
Merkmale der Hyperfiktion und erläutert an
verschiedenen Beispielen, was genau damit
gemeint ist.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Suter
Jürgen
Daiber: Ut pictura poesis
oder: Ars poetica für Hyperfiction
Gegen die schnelle Apotheose der
Multilinearität verweist Daiber auf das
lineare Erzählen als zutiefst
verinnerlichten menschlichen Wahrnehmungmodus.
Sein Ratschlag an
Hyperfictionschreiber: Eher
Multimedialität als Interaktivität,
eher linear als unkontrolliert navigierbar.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Daiber
Bernhard
Dotzler: Virtual Textuality
Dotzler vermutet im Hyperlink die Parodie
auf die Fußnote, erwartet eine
Literaturwissenschaft digitaler Prozesse v.a.
als Analyse des "Literate Programming" und
annonciert den Wandel der Literatur vom Medium
wider den Tod zum Eingedenken des eigenen
Todes.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Dotzler
Gesine
Lenore Schiewer: Interaktivität als
kritische Kategorie der Netzliteratur
Schiewer untersucht den Begriff der
Interaktivität und erörtert sein
medienspezifisches Potential mit Blick auf
kunsthistorische und wissenssoziologische
Konzeptionen.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Schiewer
Johannes
Auer: Frieder Rusmann: Fabrikverkauf
Auers "walking exhibition" verbindet
E-Commerce mit Net-Community, um im ganz realen
Raum Kunst daraus zu machen. Der Käufer
wird zur Wanderausstellung, der Kauf zum ersten
Teil der Kunstperformance. der Beitrag
beschreibt die Details.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Auer
Christiane
Heibach: Die unsichtbare Geschichte: Thesen zum
Wesen der Netzliteratur
Heibach bestimmt "Netzliteratur" aus der
spezifischen Struktur des Internets heraus und
koppelt ihre 10 Thesen jeweils an konkrete
Beispiele. Die festgestellten Haupttendenzen
digitaler Kommunikation in künstlerischer
Absicht sind Vernetzung und Transformation.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Heibach
Susana
Pajares Tosca: Selbstreferentialität in
Computer-Spielen
Tosca orientiert die Ästhetik digitaler
Medien auf Computerspiele als hybride digitale
Form, in der das klassische Spiel und die
Literatur zusammenkommen, und berichtet von
einem Projekt über Computerspieler, das
deren Selbstkonzepte als Akteure in einer
qualitativen Umfrage erforschte.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Tosca
Heiko
Idensen: Odysseen im Schreibraum
Aus der Werkstatt zweier kollaborativer
Schreibprojekte schreibt und linkt Idensen
über/zu Utopien, Abgründen und
Möglichkeiten des Schreibens im Netz. Die
These: Netztexte sind ein offenes Interface
für kulturelle, soziale und
ökonomische Austauschprozesse, wobei die
kulturellen Kodes nicht mehr nur als etablierte
Techniken von Macht und Herrschaft erscheinen,
sondern entwendet und umprogrammiert werden
können.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Idendsen
Reinhard
Döhl : TanGo & Co. - Bericht über
einige Stuttgarter InternetProjekte
Der Theoretiker und Praktiker
experimenteller Poesie stellt Internetprojekte
im Umfeld/Gefolge der Stuttgarter Gruppe vor:
Der Pietistentango, das abgeschossene Gedicht
und der Wurm, der nicht mehr nur im Apfel
steckt, sondern diesen sichtlich auffrisst.
http://www.dichtung-digital.de/Forum-Kassel-Okt-00/Doehl
Bernd
Wingert ausführlicher Bericht von der 11.
Hypertextkonferenz akzentuiert nicht diue
technischen Fragen, sondern die Aspekte des
Lesens von Hypertexten und der Interaktion:
Pragmatik der Links, Hypertextvarianten,
Autorschaft, Screen-Design.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Wingert-22-Dez
Abstrakt
eines Essays, in den Georg Christoph Tholen die
zu klärenden Fragen aktueller Medientheorie
skizziert und die Konturen einer Metaphorologie
der Medien entwirft.
http://www.dichtung-digital.de/2000/Tholen-10-Dez