Newsletter Mai '01 Interview
with Markku Eskelinen and Raine Koskimaa
[Englisch] Discourse
Timer. Towards Temporally Dynamic Texts
[Englisch] Körper
als Hindernis. Frank Fietzeks
Bodybuilding-Installation
[Deutsch] Siegfried
Lenz' Mutmaßungen über die Zukunft der
Literatur [Deutsch] Erinnerung
im Hypertextformat. Agnes Hegedüs: "Things
Spoken" [Deutsch] Text
als Bild: "Verbarium" von Christa Sommerer und
Laurent Mignonneau [Deutsch]
Musealisierung
und Jugendwahn - Frieder Rusmanns Kunsttot-Manifest
[Deutsch] Newsletter
2000: Newsletter
1999:
3/2001 (3.Jg. / Nr.
17) - ISSN 1617-6901
frühere
Newsletter
Interview
Eskelinen, Koskimaa /
Discourse
Timer /
"Adresse
des Mediums"
/ DAC
2001 /
"Bodybuilding"
/ "Zukunft
der Literatur"
/ "Things
Spoken" /
"Verbarium"
/ Kunsttot-Manifest
/ Pragmatische
Medienphilosophie
From
Spatial Hypertext to Temporally Cybertext -
Die "conceptual weakness in average American
hypertext and new media theory", die
Überlegenheit der Cybertext- gegenüber
der Hypertext-Theory, traditionelle
ästhetische Vorlieben inkompetenter
Wissenschaftler und Kritiker, der "new wave of
hypertext fiction", die Unterscheidung zwischen
Narratives und Games sowie zwischen digitaler
Literature und digitaler Kunst... Roberto
Simanowski sprach mit den Herausgebern des
"Cybertext Yearbook 2000".
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/30-Esk-Kosk
Von der
Räumlichkeit des Hypertext zur Zeitlichkeit
des Cybertext - Prolegomena einer erweiterten
Poetik digitaler Narration. Markku Eskelinen und
Raine Koskimaa gehen über das klassische
Link-Konzept hinaus und entwickeln eine Rhetorik
der TDHTML (temporally dynamic HTML). Ihr
Beitrag beschreibt die Möglichkeiten
komplexer zeitlicher Manipulationen digitaler
Texte und stellt das entsprechende Programm
Discourse Timer vor.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/29-Esk-Kosk
Mit den
neuen Medien ändert sich auch die
Psychologie der Adressierung: Adressen sind
unabhängig von Ort und Medium (Email ins
Handy, Voicemail als Audiodatei per Mail), es
hat Platz für nur einen Meier.de und
dahinter kann durchaus ein Schulze stecken, der
sich aber als Meier ausgibt, die Aura liegt im
URL, die Lüge auch. Das Schönste aber:
Das Kuvert ist oft zugleich die Postkutsche. Wie
sich Medien verorten lassen, wie sie uns
ansprechen und welche Tücken darin liegen
berichtet der Tagungsband eines
kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg.
Roberto Simanowski hat ihn sich angesehen.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/25-Simanowski
Anja Raus
Bericht vom 4. Durchlauf der Konferenz Digital
art and Culture 26.-28. April 2001 an der Brown
Universität in Providence (USA). Dem
"Familientreffen" mit internationaler Besetzung
fehlt inhaltlich ein wenig das Zentrum, sagt Rau
und resümiert: "Das romantische Bild vom
armen Poeten und der schönen Kunst gilt
nicht mehr. Vielleicht kann der neue Urknall in
der digitalen Kunst und Kultur aus der
konsequenten Mischung der Elemente Wissenschaft
und Wirtschaft entstehen."
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/19-Rau
Das
Verschwinden der zweiten Hand ist eine
altbekannte Metapher, wenn es um den Umgang der
Menschen mit den Medien geht. In den
Kupferstichen des 18. Jahrhunderts entdeckt man
sie mitunter tief vergraben im Schoß,
während die andere noch das Buch hält,
das so erregenden Inhalt vermittelt. Wie immer
aber sich Hände und Medium zueinander
verhielten, nie bestimmte letzteres, wo erstere
sein müssen. Frank Fietzek inszeniert diese
Beziehung völlig neu, indem er Sex und
Sport auf hinterhältige Weise
verbindet.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/13-Simanowski
Wider den
digitalen Antichrist. Unter diesem impliziten
Slogan zeigt Siegfried Lenz im Titelbeitrag
seines Essaybandes, wie sehr er gedruckte
Literatur schätzt und wie wenig er von
digitaler weiß. Er tappt in alle Fallen,
die andere mit ebenso uninformierten
Beiträgen auslegen. Dass er auch ins
Schwarze trifft, überrascht nicht, denn
mancher Einwand gegen das Erzählen mittels
digitaler Rhetorik liegt einfach auf der
Hand.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/12-Simanowski
Agnes
Hegedüs zeigt die Erinnerungsstücke
ihres Lebens und bespricht sie. Und weil es
Hegedüs' ganz persönliche Geschichte
ist, können wir sie nicht nur lesen,
sondern auch hören, von Hegedüs selbst
gesprochen. Und weil das eine mit dem andern
zusammenhängt, gibt es mitten im Text Links
zu den anderen Text-Bild-Audiofiles. Und weil
die Dinge in der beschriebenen Form ja nur
für Hegedüs' existieren, dürfen
deren Freunde sagen, was sie
sehen.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/08-Simanowski
Wollten
Sie schon immer wissen, wie das Wort
Frühling oder Bürgerkrieg gemalt
aussieht? Im Verbarium von Christa
Sommerer und Laurent Mignonneau erfahren Sie es.
Tippen Sie im linken Fenster das Wort ein und
klicken Sie auf send - in zwei, drei Sekunden
erscheint ein dreidimensionales Gebilde in
Grün. Ihr Wort ist Form geworden und wird
nun den anderen Wort-Formen der anderen User im
rechten Fenster hinzugefügt. Dort gibt es
schon einen ganzen Urwald an Wörtern. Ein
Mitschreibprojekt der besonderen Art also. Wie
man bald merkt: eins, das völlig einsam
macht.
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/06-Simanowski
Während
die Politiker noch das Thema Sterbehilfe
diskutieren, fordert Frieder Rusmann schon den
natürlichen Tod des Kunstwerks: Schluss mit
Ausstellungen der klassischen Modernen; Verbot
von Kunstdrucken; Falten für Mona Lisa, so
lauten die Forderungen. Der Protestplattform im
Internet steht eine Proteststand-Installation
IRL zur Seite. Soll Mona Lisa wirklich Big
Brother das Feld räumen? Und inwiefern
lebt die Rebellion eigentlich von einem gut
sortierten kollektiven Gedächtnis?
http://www.dichtung-digital.de/2001/05/04-Simanowski
Längst
überfällig ist eine systematisch
ausbuchstabierte Medienphilosophie als neue
Disziplin im Zeitalter des Internet. Mike
Sandbothe geht diese Aufgabe in seiner
Habilitation nicht theoretizistisch',
sondern neopragmatisch an: Der Glaubensstreit
zwischen Medienrealisten und
Medienkonstruktivisten wird auf soziopolitische
Handlungshorizonte zurückbezogen und mit
der Frage konfrontiert, welche
Medienepistemologie für demokratische
Gesellschaftsformen angemessen ist. Das
Abstract macht gespannt auf das Buch.
http://www.dichtung-digital.de/2001/04/22-Sandbothe