Pekka
Himanens "Die Hacker-Ethik und der Geist des
Informations-Zeitalters"
[Deutsch] Berlin
Beta 2001 - Flash-Award. Interview mit
Laurence Rilly und Jens Schmidt
[Deutsch] Schreibprojekt
und Werbeangriff. Fünf Tage war der Blaster
krank [Deutsch] Dax,
Nemax ... Laix. Literaturaktien und Steierischer
Herbst [Deutsch] Netzkunst
plugged. Interview mit Annette Schindler
[Deutsch] Newsletter
2000: Newsletter
1999:
5/2001 (3.Jg. / Nr.
19) - ISSN 1617-6901
frühere
Newsletter
Der Autor
ist nicht so tot wie oft behauptet; jedenfalls
nicht in der Lesart, mit der einige
Hypertext-Theoretiker Barthes und Foucault
missverstehen. Dagegen steht es schlecht um den
Leser. Dieser verschwindet vielerorts im Event
kollaborativer Autorschaft. Als Ergebnis treten
die Texte oft nur noch als Zeichen einer
Gemeinschaftlichkeit auf, nicht mehr als
Geschichten, auf die man sich einlässt.
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/30-Simanowski
Ein Text
über die Oberfläche und Bildschirme,
Mäuse und Katzen, die Sehnsucht nach dem
Tode. Johannes Auers Attacke zielt auf die
"binären Idealisten", die Netzkunst und
-literatur ganz im Code verorten und das
optische Ergebnis auf dem Bildschirm als
zweitrangig und unterlegen abtun wie einst Plato
in seinem Idealen Staat die
Kunst.
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/28-Auer
Ein
navigierbarer 3-D-Raum aus durchsichtigen
Text-Wänden. Dazu eine Soundschleife.
Einige Männer murmeln immer wieder was von
generic drugs, und wenn man auf die Buchstaben
klickt, erscheinen klingende Buchstaben. Ihr
Ziel ist "A feeling of being somewhere". Das
haben Squid S o u p unbedingt erreicht. Ein
suggestives Beispiel der "Ästhetik des
Sinnlichen".
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/26-Simanowksi
Hacker-Ismus
ist eine spezifische Einstellung zur Information
und zur Arbeit. Über jenes hat man seine
Vorstellungen, obwohl dabei auch schon mal die
Hacker mit den Crackern verwechselt werden.
Über dieses weiß man nur, dass es
Hackern Spaß macht, die ganze Nacht zu
arbeiten. Pekka Himanen beschreibt dies nun
ausführlich als arbeitsethische Alternative
des Informations-Zeitalters: Arbeit nicht
als Pflicht, sondern als Akt der
Selbstverwirklichung. Dass er Max Weber, aber
nicht Karl Marx zitiert, mag schon anzeigen,
wieviel Chancen dieses gar nicht so neue Konzept
in der Praxis hat.
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/25-Simanowski
Kommentar
von Oliver K
Ein
für die Diskussion digitaler Ästhetik
interessanter Teil des Festival für
Digitale Medien, Wirtschaft und Kultur Berlin
Beta 2001 war die Vergabe des Flash-Awards
und die öffentliche Diskussion der Jury
über die Entscheidung. dichtung-digital
stellt die Preisträger der Kategorie
"Cartoon & Art Clips" vor und spricht mit
zwei Juroren über die Ästhetik von
Flash
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/24-Flash-Award
Zwischen
einem Stuttgarter Künstlerduo und einer
Firma in München kam es zu einem virtuellen
Schlagabtausch. Die Drohung mit einer
Schadenersatzklage zwang das Kunstprojekt
Assoziationsblaster vorübergehend
zur Schließung ihrer Online-Installation.
Erst nach massiven Protesten aus dem Netz
lenkten die Münchner ein. Oliver Gassner
erzählt die Geschichte.
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/20-Gassner
Eine
Magisterarbeit zur Entwicklung einer neuen
Literaturform von 1960 bis heute. Ortmann
hat sich viel vorgenommen und operiert mit einer
Menge an Begriffen: Netzliteratur,
Hyperfiction, Computerliteratur. Erstere besteht
aus kollaborativen Schreibprojekten,
E-Mail-Literatur, Literarischen Newsgroups und
MUDs, letztere aus Hyperfiction, multimedialer
und computergenerierter Literatur. Beat Suter
zeigt, wie sich die Autorin in ihrem
Begriffsnetz verstrickt.
http://www.dichtung-digital.de/2001/09/05-Suter
Der
Aktienindex auf Talfahrt, die Börse
flimmert, Kleinanleger raufen sich die Haare und
wissen nicht was tun. Wie sagt der Dichter? In
der Gefahr wächst das Rettende auch! Der
Laix (Literaturaktienindex) beglückt mit
dem Modell absoluter Risikominimierung. - Wie
man die Börse mit der schönen
Literatur versöhnt.
http://www.dichtung-digital.com/2001/08/20-Simanowksi
Ihr
Gesicht ist voller Trotz, ihr Gang zur
Großmutter ebenso: diese Person ist
zweifellos nicht erst auf dem Weg zu einem
Problem, sie hat schon eins. Der Wolf als
Frontbild ihres Tagebuchs, der Engel, der
vorüberzieht. Am Ende kehrt sich das
Fressen um und könnte zur Wiedergeburt
verhelfen. Rotkäppchen als feministische
Flash-Animation, in einer Ästhetik harter
Schnitte, die nicht frei von Kitsch bleibt.
Roberto Simanowski hat den Details
nachgespürt.
http://www.dichtung-digital.com/2001/08/11-Simanowski
Die
Garage-Zeiten sind vorbei auch im Bereich der
Netzkunst. Die Werke halten Einzug in
traditionsreiche Museumsinstitutionen oder
eigens geschaffende Orte der
Repräsentation. Ein Beispiel letzterer ist
das Baseler Forum für Neue Medien
[plug in]. Roberto Simanowski
sprach mit Leiterin Annette Schindler über
das Konzept, Kuratierung von Netzkunst,
Indie-Kultur in der Warteschleife und
Mikroökonomie-Modelle.
http://www.dichtung-digital.com/2001/08/08-Schindler