Richard T. Gray - Professor
für Deutsche Literatur und Leiter des Department of
Germanics an der University of Washington in Seattle - und
Sabine Wilke - Professorin für Deutsche Literatur am
Department of Germanics der University of Washington -
leiten die Erstellung eines Hypertextes zum Wien um 1900.
Diese Website besteht aus Texten, Bildern und Tondateien und
soll im Literaturunterricht, aber auch in anderen
Fächern eingesetzt werden. Neben solch bekannten
Websites wie dem 'Klassiker' Wir erhoffen uns in
anderen Worten die Erstellung einer Art elektronischer
Dialektik im Sokratischen Sinne auf der Basis von
Hypertext. Die Studierenden sollen
durch die Benutzung von Web-Technologie an die
interaktive Struktur interdisziplinärer
humanistischer Studien herangeführt
werden. Wir betrachten unser
Web-Projekt als einen Versuch, den intellektuellen
Austausch dieser Kaffeehaus-Kultur sowohl darzustellen
als auch im interaktiven Aspekt der Hypertext-Seiten zu
imitieren. Zudem können
technologische Projekte niemals die wissenschaftliche
Anerkennung, die mit der Veröffentlichung von
Schriften einhergeht, ersetzen und sind von daher immer
"Nebenprodukte." Die Institutsleitung
sowie die Universitätsleitung sind sehr an dem
Einsatz der neuen Technologie in der universitären
Lehre interessiert... Was sehr im Argen liegt, ist die
fehlende finanzielle Unterstützung in der
Projektentwicklung... Die Universität hat sich bis
heute nicht bereit gezeigt, den Instituten-zumindest
kleineren Instituten wie unserem-einen "Webmaster" zur
Verfügung zu stellen.
Interview mit Richard T. Gray und Sabine Wilke
(27. März 2000) Victorian
Web und dem
Perseus-Web
(vgl. dazu den Beitrag "McDonald's
of Education") ist
das
Vienna-Web
ein weiteres Beispiel der pädagogischen Nutzung von
Internet und Hypertext. Roberto Simanowski ließ sich
von Richard T. Gray und Sabine Wilke erklären, was das
Vienna-Web ist, wie es zustande kam, welches Ziel es hat und
welche Kosten es verursacht - und erfährt dabei
zugleich einiges über das Wien um 1900.
aus
dem Interview: