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Projekttitel

Intermedialität: Der Computer als Medium der Medienintegration

Beteiligte

Teilprojekt A: Dr. Karin Wenz
Teilprojekt B: Dr. Friedrich Block
Teilprojekt C: Sabine Flach

Kontakt

Karin Wenz: wenz@hrz.uni-kassel.de
Friedrich Block: fwblock@hrz.uni-kassel.de

Ort

Universität Kassel, Fachbereich Semiotik

Laufzeit

1995-1999 (dann Überführung in das Projekt "Selbstreferentialität der Medien"; Projektleiter: Winfried Nöth)

Finanzierung

zentrale Forschungsmittel der GhK

Projektziel

Gegenstand dieses Projekts ist der Einfluß des Computers, als Medium und Symbol der Hybrid- und Netzwerkkultur, auf kommunikative Handlungen der Produktion und Rezeption sowie auf die darauf bezogenen wissenschaftlichen und ästhetischen Diskurse. Durch den Einsatz des Computers entstehen neue Hybridformen, die das innovative Potential des Konzeptes der Intermedialiät deutlich hervortreten lassen. Die Leistung traditioneller Medien sowie die mit ihnen verbundenen kulturellen Programme, die in den Gebrauch der Hypermedien eingehen, soll in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden.

Teilprojekte

A. Hypertextrezeption: 
Die Hypothese, die diese Untersuchung leitete, lautet, daß Hypermedien als intermediale Formen zwischen Text und Spiel "gelesen" werden. Formen der wilden Semiose steuern als fundamentale Elemente den Leseprozeß in einem Hypermedium. Wege der Rezeption (Navigation) im Hypertext wurden anhand von Logfiles aufgezeichnet und ausgewertet, diese Ergebnisse wurden durch rekonstruktive Beschreibungen der Leser und Fragebögen ergänzt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2000 publiziert.

B. „p0es1s. Internationale digitale Poesie"
Digitale Poesie knüpft in ihren intermedialen Spielarten an die Tradition von Fluxus, Konzept-Kunst und Neuer Poesie an und erweitert die Literatur hin auf interaktive Medienkunst. Hybridisierung von Mediencodes, Animation der signifikanten Oberflächen und Interaktivität ermöglichen eine diabolisierende Beobachtung des Gebrauchs der Hypermedien. Avancierte Beispiele internationaler digitaler Poesie werden auf einer Web-Site gesammelt und mit einem kritischen und theoretischen Diskurs verbunden. Zwischenergebnis dieses work in progress wird im Jahr 2000 während der Veranstaltung „Schrift und Bild in Bewegung" in München sowie in Kassel präsentiert.

C. Intermedialität als ästhetische Praxis
Intermedialität als künstlerischer Akt steht im Zusammenhang mit der Pluralisierung und Ausdifferenzierung der ästhetischen Praxis der 60er und 70er Jahre und in enger Verbindung zur Minimal- und Concept-Art. Als künstlerische Arbeit wird weder die konservierte Spur eines Herstellungsprozesses noch der Prozeß selbst verstanden, sondern eine Dynamisierung des Werks durch ein begrenzt offenes Verhältnis zwischen Konzept und Ausführung. Es werden v.a.die künstlerischen Arbeiten der 60er Jahre mit der Videotechnik auf Intermedialität untersucht.

Bemerkungen

>>>zur ausführlichen Projektbeschreibung und Publikationsliste

[Die Angaben zu den Projekten stammen von den jeweiligen Projektleitern.]