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A.
Hypertextrezeption:
Die Hypothese, die diese Untersuchung leitete,
lautet, daß Hypermedien als intermediale
Formen zwischen Text und Spiel "gelesen" werden.
Formen der wilden Semiose steuern als fundamentale
Elemente den Leseprozeß in einem Hypermedium.
Wege der Rezeption (Navigation) im Hypertext wurden
anhand von Logfiles aufgezeichnet und ausgewertet,
diese Ergebnisse wurden durch rekonstruktive
Beschreibungen der Leser und Fragebögen
ergänzt. Die Ergebnisse werden im
Frühjahr 2000 publiziert.
B. p0es1s.
Internationale digitale Poesie"
Digitale Poesie knüpft in ihren
intermedialen Spielarten an die Tradition von
Fluxus, Konzept-Kunst und Neuer Poesie an und
erweitert die Literatur hin auf interaktive
Medienkunst. Hybridisierung von Mediencodes,
Animation der signifikanten Oberflächen und
Interaktivität ermöglichen eine
diabolisierende Beobachtung des Gebrauchs der
Hypermedien. Avancierte Beispiele internationaler
digitaler Poesie werden auf einer Web-Site
gesammelt und mit einem kritischen und
theoretischen Diskurs verbunden. Zwischenergebnis
dieses work in progress wird im Jahr 2000
während der Veranstaltung Schrift und
Bild in Bewegung" in München sowie in Kassel
präsentiert.
C.
Intermedialität als ästhetische
Praxis
Intermedialität als künstlerischer
Akt steht im Zusammenhang mit der Pluralisierung
und Ausdifferenzierung der ästhetischen Praxis
der 60er und 70er Jahre und in enger Verbindung zur
Minimal- und Concept-Art. Als künstlerische
Arbeit wird weder die konservierte Spur eines
Herstellungsprozesses noch der Prozeß selbst
verstanden, sondern eine Dynamisierung des Werks
durch ein begrenzt offenes Verhältnis zwischen
Konzept und Ausführung. Es werden v.a.die
künstlerischen Arbeiten der 60er Jahre mit der
Videotechnik auf Intermedialität untersucht.
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