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Beschreibung
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Dieses
Forschungsprojekt schließt u.a. thematisch an
das Projekt "Intermedialität"
an, das im Wiss. Zentrum 1998/99 gefördert
wurde und umfaßt eine Reihe von
Einzelprojekten. Eines der Teilprojekte ist das
Projekt "Interkulturelle Untersuchungen zu den
Beziehungen zwischen Wort und Bild in Zeitung,
Werbung und den Hypermedien", für das beim
DAAD (Probral 2000) eine zwei- bis dreijährige
Förderung bewilligt wurde. Dieses Teilprojekt
wird gemeinsam mit dem Postgraduierten-Programm
für Kommunikationswissenschaft und Semiotik
der Kath. Univ. Sao Paulo bearbeitet. Im Laufe des
Jahres 2000 ist eine Erweiterung und Ausarbeitung
dieses Projektes zu einem DFG-Projekt
geplant.
Die Medien sind
ihrem eigenen Selbstverständnis nach "Mittler"
zwischen der "Realität", über die sie
berichten, und dem Publikum, für das sie
berichten. Nach diesem Verständnis ist es ihre
Aufgabe, Zeichen und Texte zu produzieren, die
nicht auf sich selbst, sondern auf etwas anderes
verweisen. Nicht Selbstreferenz, sondern
Alloreferenz scheint das Prinzip der medialen
Vermittlung zu sein. Trotz dieser allgemeinen
Voraussetzungen ist eine zunehmende
Selbstbezüglichkeit der Medien seit der Krise
der Moderne zu beobachten, und Selbstreferenz gilt
heute als eines der wichtigsten Kennzeichen der
Postmoderne überhaupt: Die Texte beziehen sich
mehr und mehr auf Texte, wobei sich die Spuren
ihres Ursprungs verflüchtigen. Die Filme
werden mehr und mehr zu Metafilmen, das Fernsehen
thematisiert das Fernsehen (und die Notwendigkeit,
dies im eigenen Sender zu tun) und wird somit immer
mehr zu einem 'Nah-Sehen'. In der Literatur werden
die Romane immer mehr zu Metaromanen, in der Kunst
steht immer mehr der Künstler in seiner
Körperlichkeit im Mittelpunkt des Interesses.
Selbst die Werbung bezieht sich immer weniger auf
die Darstellung der Produkte, indem sie die selbst
erzeugten Mythen in ewigen Kampagnen wiederholt.
Diese Phänomene der Selbstreferenz in den
Medien im Kontext der postmodernen Kultur will das
vorliegende Projekt erforschen, wobei es sich auf
ausgewählte Teilbereiche der medialen
Vermittlung konzentrieren wird.
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