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Projekttitel

Literarische Hypertexte

Beteiligte

PD Dr. Thomas Rommel
PD Dr. Peter Paul Schnierer

Kontakt

thomas.rommel@uni-tuebingen.de
pps@uni-tuebingen.de

Ort

Universität Tübingen, Englisches Seminar

Laufzeit

September 2000 - September 2001

Finanzierung

Universität Tübingen

Beschreibung

Zwei Pole charakterisieren die internationale Diskussion literarischer Hypertexte. Da sind diejenigen, die man Programmierer nennen könnte und die sich auf die technischen Bedingungen elektronischer Literatur konzentrieren, und die Theoretiker, die - oft ohne Rekurs auf textuelle Evidenz - Aussagen über Natur und künftige Entwicklung von Literatur treffen.

Zwischen diesen Extremen, dem technologischen und dem spekulativen Diskurs, fehlt weitgehend das Eigentliche: die literaturwissenschaftliche Verortung und Bewertung des Genres und der einzelnen Texte, die es bisher konstituieren, also das, was den philologischen Umgang mit Literatur vorrangig ausmacht.

Hier liegt der Ansatzpunkt des Projektes, das also kein Forum der Softwareentwickler werden wird, aber auch keine reine Theorieplattform sein will, sondern eine Bestandsaufnahme anstrebt: Wie weit reicht, ungeachtet aller Phrasen vom "Ende Gutenbergs", von der "Auflösung des Textes" usw., unser traditionelles philologisches Instrumentarium wirklich? Welche Begriffe bleiben leistungsfähig, welche bedürfen der Neudefinition, welche haben tatsächlich ausgedient? Sind herkömmliche textanalytische Verfahren noch brauchbar? Was geschieht mit Text-, Fiktions- und Linearitätskonzepten tatsächlich beim Übergang von konventioneller zur Hypertextliteratur? Und wie geht man als Kritikerin, als Leser, als Übersetzerin mit einem konkreten Text um?

Tagungen

1.-3.12.2000 Symposium in Blaubeuren, Heinrich-Fabri-Institut

Publikationen

Forschungsergebnisse erscheinen 2001

Bemerkungen

Aktuelle Informationen unter: http://www.uni-tuebingen.de/uni/nes/lithyp/index.html

[Die Angaben zu den Projekten stammen von den jeweiligen Projektleitern.]