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Kommentar
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Wie neu ist das
»neue Medium« Computerspiel und inwiefern
handelt es sich überhaupt um Spiele? Das
Verhältnis des Computerspiels zu anderen
Medien steht unter folgenden Aspekten zur
Diskussion:
1.
Bildästhetik: Welcher bildästhetischen
Konzepte, v.a des Films, bedient sich das IE und
welche neuen Errungenschaften sind der
IE-Bildästhetik zuzuschreiben und wie
reagieren Filme der letzten Jahre auf solche
möglichen Errungenschaften?
2.
Erzähltheorie: Es stellt sich hier eine
ähnliche Frage, wie im Falle der
Bildästhetik, jedoch in Bezug auf die
Narrativität. Wie reagiert(e) Literatur und
Film auf die Möglichkeiten des
Non-Linear-Storytelling? Zusätzlich stellt
sich die Frage, nach grundsätzlich neuen
Komponenten und Problemen in der Erzähltheorie
(siehe Punkt 3).
3. Interface: Durch
Formen der Interaktivität wird der
Benutzer/Spieler/Leser in den Ablauf des IE
notwendigerweise integriert. Welche
erzähltheoretischen und bildästhetischen
Probleme treten bei dem Entwurf einer nicht
linearen Handlung auf und welche Lösungen sind
in der Entwicklungsgeschichte des IE angeboten
worden (siehe Punkt 5) und welche neuen Konzepte
könnte die Zukunft bringen? Welche Grenzen
liefert die Interaktivität der sinnvollen
Narrativität?
4.
Intermedialität: Offenbar bedient sich das IE
nicht zuletzt der Errungenschaften traditioneller
Medien (siehe Fragestellungen in Punkt 1 und 2),
die es dazu auf seine ganz spezifische Weise
heranzieht und hybridisiert. Unter diesem Punkt
soll dargestellt werden, auf welche Weise das
mediale Prinzip des Computers traditionelle Medien
generiert, um sich ihre Errungenschaften zu
erschließen.
5.
Entwicklungsgeschichte: Die bisherigen Punkte
werden anhand geeigneter Beispiele im Blick auf die
Entwickulungsgeschichte beleuchtet.
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Seminarplan
(Schwerpunkte)
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Kein strikter
Seminarplan, Themenauswahl nach Interesse und
Motivation der Teilnehmer, z.Zt. "Filmanalyse"
Computerspiel
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Literaturliste
(Auswahl)
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1. Websites
-Adventureland www.lysator.liu.se/adventure
-GameSpot www.gamespot.com
-German National Research Center for Information
Technology
file://ftp.gmd.de/if-archive
2.
Print-Texte
- Dencker, Klaus Peter (Hg.): Interface 1.
Elektronische Medien und Künstlerische
Kreativität, Baden-Baden/Hamburg, 1992.
- Rötzer, Florian (Hg.): Digitaler Schein.
Ästhetik der elektronischen Medien, Frankfurt
a. M., 1991.
- Ryan, Marie-Laure (Hg.): Cyberspace Textuality.
Computer Technology and Literary Theory, Indiana,
1999 .
- Schade, Sigrid/Tholen, Georg Christoph (Hg.):
Konfigurationen. Zwischen Kunst und Medien,
München, 1998.
- Schwarz, Hans-Peter: Medien-Kunst-Geschichte.
Medienmuseum ZKM | Zentrum für Kunst und
Medientechnologie Karlsruhe, München/New York,
1997.
- Warnke, Martin/Coy, Wolfgang/Tholen, Georg
Christoph (Hg.): HyperKult. Geschichte, Theorie und
Kontext digitaler Medien, Basel, 1997.
- Winkler, Hartmut: Docuverse. Zur Medientheorie
der Computer, München, 1997.
3.
Zeitschriften:
Game Developer
Computer Graphics (ACM Siggraph)
Informationen hauptsächlich aus dem
www.
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Bemerkungen
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Das Seminar widmet
sich nicht nur textuell-literarischen
Gegenständen, sondern größtenteils
graphischen Formen der interaktiven
("Unterhaltungs-")Medien, momentan
repräsentiert durch Computerspiele. Ein
Schwerpunkt ist die Entwicklung eines deskriptiven
Apparats hinsichtlich Computerspielsprache (in
Anlehnung an Filmsprache) für neue Kategorien
beispielsweise der erzählerischen Strategien,
aber auch Bildästhetik.
Das Seminar ist in
ein Forschungsprojekt der Medienwissenschaft
Universität Konstanz integriert, das sich
schwerpunktmäßig auf Schnittstellen
zwischen den Medien konzentriert
(Intermedialität, Intertextualität) und
nach neuen Kategorien und Qualitäten
digitaler, interaktiv manipulierbarer Medien im
Vergleich zu traditionellen Medien
fragt.
Das Seminar hat
momentan 8 Teilnehmer und wird über das
Forschungsprojekt universitätsintern
unterstützt und finanziert.
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