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Perspektiven einer Ästhetik der Digitalen Literatur

von Roberto Simanowski

Vorbemerkung - Abstrakt - Bibliographie - Download (doc) - Leserkommentare (1)

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Lesen im Internet ist wie Musikhören übers Telephon. Während es aber gewiß niemandem einfiele, Telemann mit der Telekom ins Haus zu holen, haben sich viele Menschen von der Vorstellung einer Literatur im Internet beeindrucken lassen. Literatur im Netz ist eine Totgeburt. Sie scheitert schon als Idee, weil ihr Widersinn womöglich nur noch von Hörspielen aus dem Handy übertroffen wird.

Christian Benne, in DIE ZEIT (37/1998)

Hypertext is sometimes said to mimic real life, with its myriad opportunities and surprising outcomes, but I already have a life, thank you very much, and it is hard enough putting that in order without the chore of organizing someone else's novel.

Laura Miller, Herausgeberin des Internet Magazines "Salon", in New York Times (15. März 1998)

Die vorgelegten Zitate zu dem Thema, über das hier zu sprechen ist, beruhen auf Mißverständnissen, die so populär sind, daß dieser Text damit beginnen soll, sie auszuräumen. Dies wird bereits in medias res führen und einige definitorische wie typologische Klärungen bringen. In einem zweiten Schritt werden die theoretischen Bezüge und die historischen Vorbilder der strukturellen Offenheit von Hypertext vorgestellt. In einem dritten Schritt werden Kriterien einer ästhetischen bzw. poetologischen Betrachtung und Bewertung digitaler Literatur aufgelistet und an einigen Beispielen illustriert.


Inhalt
  • Digitale Literatur als Mißverständnis (2)
    Begriffsbestimmung / Typologie / Rückkehr der intensiven Lektüre /Verweigerung des Happy Ends
  • Hyperfiction als offenes Kunstwerk (3)
    Theoretischer Bezug / Historische Vorbilder / konnotative und kombinatorische Offenheit
  • Ästhetische Kriterien (4)
    Multimedialität / Technikästhetik / Performance / Navigationspflicht / Links / Bildschirmästhetik
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