www.dichtung-digital.de/Theorie/12.htm

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Das Knistern zwischen den Zeilen [Deutsch]
Chat-Plattformen sind reizvolle Anbahnungsmedien nicht nur für "virtuelle" Bekanntschaften. Michael Beißwengers Beitrag skizziert ihre Inszenierungspotenziale (Pseudonymisierung, Spiel mit ganz- oder teilfiktionalen dramatis personae) sowie die sprachliche Aushandlung fiktionaler Spielwelten, die ans Stegreiftheater gemahnen.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/beisswenger.htm

Spielbegriff zwischen Texthermeneutik, Hyperfiction und Computerspiel [Deutsch]
Der Spielbegriff in seiner historischen Entwicklung: als abstrakt-figuratives Konzept reflexiver Prozesse und als konkret performativ-kommunikativer Akt. Manuela Kocher und Michael Böhler zeichnen die Grenzziehung zwischen ästhetischem und nicht-ästhetischem Spiel nach und erklären, warum mit den neuen Kunst- und Literaturformen der Hyperfiction und Computerspiele die Dichotomie brüchig geworden ist und sich eine Verschiebung des Spielbegriffs vom Figurativen zum Performativen abzeichnet.

http://www.dichtung-digital.com/2002/07-31-Kocher-Boehler.htm

Hyperfiction: Merkmale, Forschung, Poetik [Deutsch]
Roberto Simanowski widmet sich ausführlich einigen Grundproblemen des Hypertextes mit folgenden Thesen: Die Öffnung und Verbindung der Nodes in HT-Dokumenten erfolgt um den Preis strenger Textgrenzen. Statt vom Tod des Autors zu reden, sollte man den des Lesers erklären. Links sind weniger Mittel der Ironie und kritischen Reflexion als der Karnevalisierung des Denkens. Die Resemantisierung durch Rekontextualisierung verfängt sich im konzeptionellen Widerspruch, denn der Aufschub (einer Linkwahl) kann die Bedeutung (der zugehörigen Textpassage) kaum intentional ändern.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-31-Simanowski.htm

Texte, Scripts und Codes. Ein Exkurs zur Grenzfigur des Programmierer-Künstlers [Deutsch]
Die Programmierer als moderne Zauberer, die den unerbittlichen Gesetzen ihrer Magie unterstehen: fehlt auch nur ein Komma, ist alles hin. Die Programmierer als moderne Ikonoklasten in einer Zeit des visuellen Spektakels: Sie wirken hinterm Bildschirm mit Schrift, damit vorn Bilder entstehen. Die Programmierer als "schroffe Schriftsteller": Der Befehlston und die Wortkargheit sind ihr Berufsethos. Die Programmierer schließlich als Gesetzesbrecher, wenn sie Copierschutz-Codes veröffentlichen: Denn dieser sei in erster Linie funktional als illegale Zugangsschaffung und falle so nicht unter den Schutz der freien Rede. Und wenn, wie das Beispiel zeigt, der inkriminierte Code gemalt, gesungen und in dramatischen Lesungen vorgebracht wird? Wird Mathematik dann Kunst weil sie Ökonomie war? Reinhard Storz geht diesen und weiteren Fragen zum Kunstpotential des Programmierers nach.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-24-Storz.htm

Die @-Bombe: Vom bösen Genie hinter apokalyptischen Computerviren [Deutsch]
Sind alle Virenbschreiber männlich, zwischen 12 und 30 und arg pubertär? Was enthalten die seltsamen "Digitalgraffiti" der Virenschreiber in den Kommentarzeilen des Programms? Wie verhalten sich Virenschreiber zur Antivirenindustrie? Wieso richtet ein Hoax mehr Schaden an als ein Virus? Kommt der digitale Bandwurm, der sich als Nemesis durch die Datenbestände der Welt fressen wird? Hilmar Schmundt hat sich dazu und zu vielem mehr umgehorcht.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-20-Schmundt.htm

Interfictions. Vom Schreiben im Netz [Deutsch]
Einleitung zum Buch "Interfictions. Vom Schreiben im Netz" von Roberto Simanowski, das nicht von Literatur handelt, die ins Internet wandert und schließlich doch auf Papier enden will, sondern von 'Literatur', die im und aus dem Netz des digitalen Codes entsteht, die interaktiv und intermedial ist und die durch die verborgene Befehlssprache unter der Bildschirmoberfläche auf einem Alphabet der Inszenierung beruht, das sie undruckbar macht. Die Einleitung erörtert den Medienwandel, Begriffe, Merkmale, Typologie digitaler Literatur sowie deren Geschichte und Zukunft.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-19-Simanowski.htm