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Schwatzhafter Schriftverkehr. Chatten in den Zeiten des Modemfiebers [Deutsch]
Uwe Wirth untersucht die kommunikativen Konsequenzen, die aus dem Umstand folgen, dass elektronische Medien über soziale und räumliche Distanzen hinweg fremde Menschen "in Kontakt" bringen. Das "written to the moment", durch den etwa die Briefromanpoetik des 18. Jahrhunderts ausgezeichnet war, wird dabei zur kommunikativen Erwartung des "transmitting to the moment". Die Erwartung des Eintreffens neuer Nachrichten löst ein "Modemfieber" aus.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/wirth.htm

Von der Liebe zum Medium [Deutsch]
Ulrike Landfester dokumentiert im Rückblick auf Briefroman und historischen Liebesbrief die Konsens-Halluzination und die Spannung zwischen authentischem und strategischem Ausdruck. Der Cyberspace verändert die Parameter der medial vermittelten Liebeskommunikation, indem er ihm neue Inszenierungstechniken - wie das gender-switching - erschließt.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/landfester.htm

Neueste älteste Leiden Werthers [Deutsch]
Spätestens mit Cervantes' Don Quijote konstituiert Literatur eine interne Selbstnegation, mit der sie ihr Publikum erst eigentlich an sich fesselt: Immer wieder warnt sie vor der pathogenen Wirkung der Lektüre, fordert dazu auf, aus den Texten heraus und ins wahre Leben zu treten. Das Wertherfieber mit seinen Selbstmorden sind Belege für das Missverstehen des Textes und das Überhören solcher Warnung. Ob neuere rechnergestützte und vernetzte Literatur diese Paradoxie erhält, diskutiert Peter Gendolla im Vergleich einiger ihrer Liebesgespräche mit jenen des älteren Mediums.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/gendolla.htm

liebe@netzliteratur? [Deutsch]
Die Ausgangsthese in Beat Suters "kleiner Werküberschau zum Thema 'Liebe in der Netzliteratur'" lautet: Digitale Literatur, die sich mit der Liebe auseinandersetzt ist so selten wie gute digitale Literatur an sich. Keiner der sechs Preisträger des Wettbewerbs literatur.digital (2001) beschäftigt sich mit der Liebe. Unter den 20 nominierten Beiträgen finden sich gerade einmal fünf, die Leibesbeziehungen zum dominierenden Thema machen. Erübrigt die Venetzung der Literatur, über die Vernetzung der Menschen zu schreiben?
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/suter.htm

160 Zeichen Liebe [Deutsch]
Wie kommuniziert man ein Gefühls im SMS-Format? Fünf Kennzeichen sind festzuhalten: Knappheit, Schriftlichkeit, Augenblicklichkeit, Privatheit, (fehlende) Objekthaftigkeit. In Praxis wie Theorie ergeben sich daraus Einschränkungen und Erweiterungen in der Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeit von Liebe, denen Alexander Roesler in seinem Beitrag nachgeht.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/roesler.htm

Beziehungskisten und Hochzeiten in Online-Spielen [Deutsch]
Die interaktive, aber überraschend konventionell erzählte Bildgeschichte Caroline online involviert den Leser in eine klassische Emanzipationsgeschichte, im Massive Multiuser Online Roleplaying Game Everquest zeigt die Hochzeit zweier Avatare fragile und ironische Entwürfe von Liebesgeschichten und -identitäten selbst dort, wo sie eigentlich nicht vorgesehen sind. Fotis Jannidis diskutiert anhand zweier Beispiele die Formen des Liebesdiskurses im Internet.
http://www.dichtung-digital.com/2002/modemfieber/jannidis1.htm