Heinz
Ludwig Arnold (Hg.), Roberto Simanowski
(Gastredaktion) Bei
"Digitaler Literatur" geht es nicht um
Literatur, die ins digitale Medium
übertragen oder dort diskutiert wird,
sondern um Literatur, die unmittelbar in
und aus diesem Medium entstanden ist.
Welche ästhetischen Potenziale
ergeben sich dabei? Wie verändert
sich der Text in dieser neuen Art von
Literatur, deren Existenzgrundlage die
digitale Form ist? Was ist das Netzige an
Netzliteratur? Inwiefern ist multimediale
Literatur überhaupt noch Literatur?
Echte Netzliteratur etwa erhält durch
die Vernetzung erst ihre Gestalt. So leben
z. B. die Mitschreibprojekte davon, dass
Leser sich in Autoren verwandeln. Dagegen
benötigt Hyperfiction das Internet
zumeist nicht, denn ihre Spezifik liegt
darin, dass die Leser sich die
vorgegebenen Teile eines Romans selbst
zusammenstellen. Bei Hypermedia als der
dritten populären Subgruppe der
digitalen Literatur geht es um die
Verbindung von Wort, Bild, Ton und Film,
also um das mediale
Gesamtkunstwerk. Von all
diesen neuen Phänomenen berichtet das
vorliegende Heft. Neben einer
systematisierenden Einleitung von Roberto
Simanowski, der die Phänomene
digitaler Literatur vorstellt, begrifflich
fasst und ihre spezifischen Eigenschaften
und Probleme diskutiert, enthält das
Heft Beiträge von Friedrich W. Block,
Michel Chaouli, Robert Coover, Florian
Cramer, Kurt Fent, Peter Gendolla,
Christiane Heibach, Karin Wenz, Uwe Wirth.
Eine Bibliografie sowie ein Glossarium
runden das Heft ab. Inhaltsverzeichnis: ROBERTO
SIMANOWSKI ROBERT
COOVER CHRISTIANE
HEIBACH KARIN
WENZ UWE
WIRTH MICHEL
CHAOULI PETER
GENDOLLA / JÖRGEN SCHÄFER KURT
FENDT FRIEDRICH
W. BLOCK FLORIAN
CRAMER CHRISTIANE
HEIBACH Glossar Notizen

Text & Kritik Heft 152: Digitale
Literatur
Oktober 2001, ca. 90 S., ca. 26, 00
DM
ISBN 3-88377-684-X
Autorschaften
in digitalen Medien. Eine
Einleitung
Goldene Zeitalter. Vergangenheit und
Zukunft des literarischen Wortes in den
digitalen Medien
Ins Universum der Digitalen Literatur.
Versuch einer Typologie
Eine Lese(r)reise: Moving text into
e-space
Der Tod des Autors als Geburt des
Editors
Was bedeutet: Online lesen? Über die
Möglichkeit des Archivs im
Cyberspace
Auf Spurensuche. Literatur im Netz,
Netzliteratur und ihre
Vorgeschichte(n)
Leser auf Abwegen. Hypertext und seine
literarisch-ästhetischen
Vorbilder
Website: Zum Ort digitaler Literatur im
Netz der Literaturen
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Rekursion, Lyrik in
Programmiersprachen
Auswahlbibliografie