Manfred Faßler, Ursula Hentschläger, Zelko Wiener
Webfictions. Zerstreute Anwesenheiten in elektronischen Netzen
231 S., zahlreiche Abb., Broschur, EUR 35
Springer Verlag Wien, New York 2003
ISBN 3-211-83828-7

Springer

Webversion (Englisch/Deutsch)

Web-Entwicklung ist ein global betriebenes Kulturen-Projekt. „Web-Fictions“ versammelt weltweit agierende Vertreter der Spitzengruppe zur Erforschung und Entwicklung von avancierten computerintegrierten Medienräumen. Medien- und computerwissenschaftliche, künstlerische und designerische sowie kommunikationswissenschaftliche Entwicklungsoptionen und Probleme werden vorgestellt und ausführlich besprochen. Sinnliche Qualität, Multisensorik, open source, globale Öffentlichkeit, virtuelle Wissensräume und inhärente, web-spezifische Qualitätssicherung kommen dabei zur Sprache.

Manfred Faßler stellt die Entwicklung kommunikativ immer mehr verdichteter Netzumgebungen und intelligent hybrider Umwelten vor. Ursula Hentschläger und Zelko Wiener präsentieren internationale Positionen zur Kunst im WWW: aus einer Fülle offener aber moderierter und für die Veröffentlichung redigierter Interviews sind 21 Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Theorie und Performance/Veranstaltung hervorgehoben.

Inhalt:
Vorwort
Hybride Gegenwarten, cybride Räume
Entwürfe, Gruppen, Gemeinschaften im World Wide Web.
Auf der Suche nach möglichen Kulturen (Manfred Faßler)

Webart Shortcuts
Konturen einer Kunstwelt. Interviewreihe. Einführung (Ursula Hentschläger, Zelko Wiener)
1. Kunst
Giselle Beiguelman: Die Schnittstelle ist die Botschaft
Simon Biggs: KünstlerInnen machen Kunst
Walter van der Cruijsen: Ein Universum von Eigenwelten
Tina LaPorta: Der Schmerz und die Ekstase der Kommunikation
Melinda Rackham: Wesen und Konstruktion des virtuellen Raums
Mark Tribe: Die globale Medienkunst-Community
Young-Hae Chang Heavy Industries: Die schwerelose Welt des Internet

2. Theorie
Tilman Baumgärtel: Die kursorische Geschwindigkeit des Netzes
Josephine Bosma: Kunst ist ein Hafen
Christiane Heibach: Alles ist im Fluss
Herbert Hrachovec: Zwischenstationen
Peter Kraut: Die Balance von Mensch und Maschine
Verne Kuni: Eine Arena der Repräsentation
Geert Lovink: Die Allmacht der Interfaces

3. Festivals und Medienzentren
Barreto – Perissinotto: Das Netz ist ein Ganzes und dieses Ganze hat Teile
Steve Dietz: Die Durchlässigkeit von Grenzen
Claudia Giannetti: Die spezifische Sprache der Medien
Nat Muller: Der Überbau der Lobbies
Klaus Nicolai: Globale Prozesse künstlerischer Verwertung
Julianne Pierce: Die Erweiterung des Mediums
Gerfried Stocker: Cultural Impact