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Kommentar
in Oliver Gassners Links zur Literatur, unter:
Literatur
am Draht
/ Literatur-Links: OLLi / Literatur-Links
>Literaturprojekte
Dichtung
Digital
[*****]
'Beiträge zur Literatur im Netz' lautet der
Untertitel - und so ist es wohl auch gedacht. Hier
versammeln sich Theorie und Rezensionen zur
netzpublizierten digitalen Literatur in durchaus
ansprechendem Umfeld. Roberto Simanowski versammelt
in seinem (zweisprachigen) Projekt Beiträge
besten Niveaus und verfolgt eine klare
Zielrichtung: den Dschungel der Werke sichten und
Transparenz machen. Dagegen spricht einzig, dass es
sooo viele Werke vielleicht gar nicht gibt - aber
vorsichtigerweise ist ja von 'Literatur IM Netz'
die Rede. Da die Seiten ganz neu im Web stehen,
trifft man Forum und Archiv bislang leer an - das
aber, was sich in den Rubriken Miszellen, Literatur
und Theorie finden lässt, sollte man schon
beinahe zur Pflichtlektüre rechnen. Bislang
mit dabei: Anja Rau und Christiane Heibach. Beinahe
einziger Kritikpunkt: es bedarf echter Findigkeit,
auch nur eine E-Mail-Adresse zu finden. -- Dichtung
Digital war 1999 für den ettlinger
Netzliteraturpreis nominiert. (07/99)
(http://www.dichtung-digital.de)
[ds]
*
Michael
Charlier, Juror des Ettlinger Literaturwettbewerbs
1999, in seiner Laudatio
am
9. 10. über das nominierte
dichtung-digital.de
... Dichtung
digital von Roberto Simanowski ist genau der Platz,
an dem nach einer solchen Analyse Ausschau zu
halten wäre. Seit kurzem, die meisten
Beiträge sind erst wenige Monate alt, gibt es
unter den unzähligen Magazinen im Internet und
den mehreren, die sich der Netzliteratur widmen,
eines, das eine Sonderrolle spielt: Dichtung
Digital von Roberto Simanowski. Dort wird
Netzliteratur nicht gemacht und verbreitet, sondern
mit wissenschaftlichem Anspruch analysiert und
kritisiert. Das ist sehr schön, alleine aber
noch kein Grund für eine Nominierung zur
Endauswahl. Aber Simanowski macht den ganzen
Schritt, seine Kritik ist nicht Papier-, sondern
ganz unzweifelhaft Netzliteratur, und seine
eingehende Analyse der "Aaleskorte
der Ölig",
des Preisträgers beim Pegasus98, kann als
erstes oder doch eines der ersten
wissenschaftlichen Essays gelten, die sich in
künstlerischer Weise der Mittel des
Hypertextes bedienen. Das ist nicht aufgesetzt,
sondern trägt zur Sache bei, wie ein Blick auf
die dem Essay angelinkte Strukturkarte zeigt. Im
Prinzip zwar auch auf Papier realisierbar,
konzeptionell aber durch die Hypertextualität
begünstigt, erscheint die spiralförmig
aufsteigende Struktur des Essays, das in jedem
Kapitel eine plausible Lesart anbietet, um dann in
der Formel zu schließen: Wem damit alles
gesagt ist, für den ist diese Rezension hier
zu Ende. Wer sehen will, ob es noch anderes zu
sagen gibt, lese hier weiter. Dann folgt eine
weitergehende und deutlich anders, teilweise auch
gegensätzlich argumentierende Lesart, die
ebenso begründet ist wie die vorhergehende
bis sie wiederum von der nächsten in
Frage gestellt und aufgehoben wird. Hier ist
Interaktion in einem neuen Sinne gefordert: Nicht
mit dem Mausklick, sondern im Mitdenken.
*
Guido
Grigats Begrüßungsworte
anlässlich der Aufnahme von
dichtung-digital.de im >internet literatur
webring bla< am 14. 10. 99
Hach... endlich
einmal eine der so heiß vom bla begehrten
theoretischen, wissenschaftlichen Sites zum Thema
'Internetliteratur'. Dafür heissen Dank an
Roberto Simanowski und seine tapferen
Mitstreiter.
Es dauerte zwar eine Weile, bis ich darauf kam, was
'Miszellen' bedeuten könnte - scheint aus dem
Englischen abgeleitet zu sein und so viel wie
Verschiedenes zu heißen - aber vielleicht
macht das ja auch neugierig? Dahinter verbergen
sich hochinteressante 'Nachrichten, Kommentare,
Interviews zum literarischen Feld der digitalen
Literatur', so z.B. ein Interview von Christiane
Heibach mit Oliver Gassner, dem Organisator des
diesjährigen Internet-Literatur-Wettbewerbs,
der nun abgeschlossen ist, und auf dessen
Aufbereitung im digitalen Dialog ich natürlich
sehnlich warte. Außerdem findet sich dort ein
womoeglich anstrengendes (ich fühlte mich
genötigt, einige Absätze zu
überfliegen), langes, aber lohneswertes
Interview mit Heiko Idensen über
Netzwerkkultur mit vielen Links, bei denen ich mich
zwar schnell etwas verlaufen habe, aber... das
passt ja auch wieder ganz gut zum Thema.
Neben den Miszellen viel Standortbestimmung, die
Mut macht, weiterzumachen. Für mich nicht
knapper zu greifen als auf der Site geschehen -
allenfalls anders - daher an dieser Stelle nur die
Aufforderung, selber nachzulesen.
Fazit: Ein durchaus moeglicher und ueberaus
empfehlenswerter Weg in die Welt der Netzliteratur.
Alles was fehlt, ist
eigentlich die Kontonummer fuer Sponsoren.
PS: Dass auf diesen Seiten irgendwo :-) diese
Meinungsseiten des bla als "Literaturkritik
für Eilige gewissermaßen das
Gegenstück zu diesem Journal" bezeichnet
werden, ehrt alle Teilnehmer daran. Danke.
*
Nina
Theis in "Deutsche Universitätszeitung"
22/1999, S. 24:
Der Merkt der
Online-Zeitschriften wächst beständig,
fast täglich kommen neue virtuelle Magazine
hinzu. Unter den Neuerscheinungen ragt ein Magazin
mit dem wohlklingenden Titel "dichtung-digital"
heraus, das "Beiträge zur Literatur im Netz"
versammelt. Sein erklärtes Ziel ist, wie
Macher Dr. Roberto Simanowski erläutert, "den
akademischen und den informellen Diksurs zu den
literarischen und ästhetischen Entwicklungen
im Netz zusammenzubringen." Das Magazin wird unter
http://www.dichtung-digital.de seinem Anspruch
gerecht, engagiert wird über digitale
Literatur berichtet und gestritten. In den Rubriken
Literatur, Theorie, Miszellen findet man
darüber hinaus ausführliche Rezensionen
zu Beispilen digitaler Literatur, außerdem
werden theoretische Beiträge sowie Interviews
mit den Akteuren und Kennern der Szene ins Netz
gestellt. Ein Diskussionsforum ist offen für
eine dialogische Verhandlung der Fragen, ein
Newsletter informiert monatlich über die
neuesten Beiträge.
*
Guido
Grigat wiederholt
im >internet literatur webring bla< am
4. 1. 00
Versucht, erneut
'ausgezeichnet' anzuklicken, halte ich mich doch an
die von mir aufgestellten (aber ungeschriebenen?)
Regeln und beurteile die Site (da kein
Meinungswechsel) nicht noch einmal, sondern rufe
zur 'Diskussion' auf.
Brauchen wir solche Sites (Dichtung Digital) nicht
dringend?
Klares "Ja", imho.
Eigentlicher Anlass dieser Äußerung:
Roberto Simanowski hat sich just einiger am bla
teilnehmender Sites angenommen, so auch Jan Ulrich
Haseckes "Generationenprojekt".
http://www.dichtung-digital.de
/Simanowski/30-Dez-99/Generationenprojekt.htm
Erneute s Fazit der "Dichtung Digital": Nur einige,
wenige Mankos. Überaus ambitioniert.
Unbedingte Empfehlung!
Aufruf: Etwaige
Sponsoren, bitte dort mal heftig reinschauen!
*
Surftip
Januar 2000 in "Berliner Zimmer" von Thomas Debus:
http://www.berlinerzimmer.de/surftipps.htm#dichtungdigital
Netzliteratur hat
das Format einer unhandlichen Zeitung verbunden mit
der Qualität eines Werbebriefes. Dieser
radikal abwertenden Einstellung gegenüber der
Verschmelzung von Literatur und neuen Medien
arbeitet Dichtung Digital hart entgegen. Das sieht
der Besucher der Webseiten sofort. Mit einem
schnörkellosen Design und einer etwas
staubigen Sachlichkeit übertreffen die Autoren
um den Herausgeber Roberto Simanowski die
fröhliche Ignoranz ähnlicher Foren um
Dimensionen.
Unterteilt in vier
Themenbereiche beschäftigt sich das
zweisprachige Angebot mit konkreten Werken
digitaler Literatur (Besprechungen), mit der
zugehörigen Geschichte, Typologie und
Ästhetik der neuen Kunstform (Theorie) sowie
mit dem Netz-Leben rund um das zentrale Thema. Die
Rubrik "Verschiedenes" sammelt Interviews neben
Veranstaltungshinweisen und Buchrezensionen und
gesellt sich inhaltlich eng and den Praxis-Pool.
Der Praxis-Pool zeigt dem geneigten Digitalpoeten
auf welchen Seminaren er sich fortbilden kann, wo
er im Netz ähnliche Themen in annähernd
ähnlicher Qualität suchen muss und welche
Forschungsprojekte in die unbekannten Tiefen
digitaler Dichtung und deren Kritik
vordringen.
Der hohe
wissenschaftliche Anspruch der Web-Site
schlägt sich in erster Linie in den 18
Besprechungen nieder, in denen Dichtung Digital
sich detailliert mit verfügbaren Werken
auseinandersetzt. Die meisten Kritiken bestehen aus
einem Abstract, der eigentlichen Auseinandersetzung
mit dem Inhalt, einer Word-Dokumenten Version
für den Download und dem externen Link, um das
digitale Oeuvre (soweit verfügbar) selbst zu
betrachten. Auch die theoretischen Beiträge
wie "Fluchtlinie. Zur Geschichte deutschsprachiger
Hyperfiction" von Beat Suter oder "Die Ordnung des
Erinnerns. Kollektives Gedächtnis und digitale
Präsentation" von Roberto Simanowski geben
sich mit Abstrakt, Fussnoten und Bibliografien
erfreulich strukturiert.
Der einfacheren
Navigation förderlich ist ein verlinkter Index
über die komplette Website sowie die Listung
aller englischsprachigen Beiträge. Die
obligatorischen Dienste wie die Linksammlung, der
Newsletter oder die Kommentarfunktionen runden das
Bild eines mit Ernst und Engagement konzipierten
Angebotes ab.
Auf den Punkt
gebracht ist Dichtung Digital die anspruchsvollste
Sammlung wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit
dem Thema digitaler Literatur im deutschsprachigen
Netz.
*
Beat
Suter, "Initialzündung World Wide Web.
Hyperfiction im Spiegel der Medien" in:
www.literaturkritik.de/txt/2000-04-14.html (März
2000)
... Nicht zuletzt
muss aber bei einer Aufarbeitung der kurzen
Geschichte deutschsprachiger Hyperfictions auch
eines der neueren, aber bereits sehr wirkunsgvollen
Projekte erwähnt werden, das seit Juni 1999
existiert: das Online-Journal 'dichtung digital'
(www.dichtung-digital.de). Das Journal wird
herausgegeben von Roberto Simanowski an der Harvard
University (unter Mithilfe von Anja Rau und
Christiane Heibach in Frankfurt), es umfasst Werke,
Rezensionen und theoretische Beiträge zum
Thema Netzliteratur und will eine "kritische
Sichtung des Terrains" liefern. 'Dichtung digital'
entsteht im akademischen Milieu und ist wie das
hyperliterarische Lesebuch ein Versuch, einerseits
die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen
auf ein junges Genre zum Ausdruck zu bringen und
andererseits die Vermittlung eines in der
Entwicklung befindlichen literarischen
Phänomens an den herkömmlichen Literatur-
und Wissenschaftsbetrieb zum Gelingen zu bringen.
Dies scheint im gegenwärtigen Zeitpunkt
beinahe eine Notwendigkeit, denn weder der
bisherige Wissenschaftsbetrieb der
Geisteswissenschaften, noch der herrschende
Literaturbetrieb haben sich in ihrer Alltagsarbeit
die Mühe genommen, sich auf die neuen
Kommunikationsformen
einzustellen.
*
Kommentierter
Verweis in digitab http://www.digitab.de/hyperbox
(Frühjahr 2000)
Das Online-Magazin
[dichtung-digital] versteht sich als
Beitrag zu einer Ästhetik der digitalen
Literatur. Nach eigener Aussage ist die Mission von
>dichtung digital<
(http://www.dichtung-digital.de/Rahmen.htm) die
kritische Sichtung des Terrains digitaler
Literatur, wobei weder lange Sätze noch lange
Gedanken gescheut werden sollen. Universitär
im Ton und stark auf die Person des Herausgebers
ausgerichtet, ist das Projekt ehrgeizig und sehr
umfangreich. Neben theoretischen Texten finden sich
interessant umgesetzte Besprechungen einer
großen Anzahl von Netzliteratur und eine
eigene Sektion mit Material für Schulen und
Lehrer. Insgesamt das Umfassendste, was es zur Zeit
im deutschsprachigen Raum zum Thema
Internetliteratur gibt. Sicherlich ein Gewinn
für alle Interessierten.
*
Kommentierter
Link im Online-Journal Liter@tur http://www.netlit.de/literatur/kritik/
Roberto
Simanoswki ist der Herausgeber dieses deutsch- und
englischsprachigen Netzprojektes, das sich einer
wissenschaftlichen Kritik von Hypertext widmet.
Hier findet man bislang sonst noch seltene
ausführliche Rezensionen und Leseanalysen von
Netzliteratur, ausgewählte und durchgehend
lesenswerte Beiträge zum Thema sowie Hinweise
auf wissenschaftliche Inititativen wie
Forschungsprojekte, Seminare u.a. Die Beiträge
sind durchgehend von hoher
Qualität.
*
Kommentierte
Liste zu Hypertext und Hyperfiction von Johannes
Auer und Beat Suter für die Fachzeitschrift
"Der Deutschunterricht", online: http://www.cyberfiction.ch/du_liste.html
(Nov. 2000)
Roberto
Simanowski brachte im Juni 1999 die erste Nummer
des Online-Magazins heraus, das sich aus
literaturwissenschaftlicher Sicht mit Netzliteratur
bzw. digitaler Literatur auseinandersetzt. Dichtung
digital versucht stets die aktuellen Diskussionen
aufzunehmen und dient mittlerweile der kleinen
wissenschaftlichen Gemeinschaft als wichtiges
Gefäss, in dem Tagungen und Veranstaltungen
verarbeitet werden, Theorien verbreitet und
Besprechungen einzelner Texte veröffentlicht
werden.
*
Nachricht
auf Website mediensprache.net/de
vom 6.9.2002
DICHTUNG-DIGITAL -
Glückwunsch zum Geburtstag!
(ps)
DICHTUNG-DIGITAL hat sich zu DEM Magazin für
Netzliteratur, Hyperfiction, digitale Literatur
entwickelt. Im August 2002 umfasst es 24 Ausgaben
mit 250 Beiträgen von 71 Wissenschaftlern,
Netz-Künstlern und Kuratoren aus 15 Staaten:
Fallanalysen, Interviews, theoretische Artikel,
Konferenzberichte und ganze
Konferenzpräsentationen. Seit 2002 werden
Wissenschaftler verschiedener
Forschungsschwerpunkte in Deutschland, der Schweiz,
Skandinavien und den USA als Gastredakteure
engagiert, ein internationales Advisory Board
begutachtet die eingegangenen Beiträge und ein
Editorial Board international renommierter
Hochschullehrer aus Deutschland, der Schweiz und
den USA berät DICHTUNG-DIGITAL konzeptionell.
(06.09.2002)
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